
die Erkrankungen und Verletzungen der Hand stellen uns immer wieder vor Herausforderungen. Gilt es doch stets aufs Neue, der komplexen Anatomie und den feinabgestimmten Funktionen gerecht zu werden. Wie wichtig die Hand ist, wird auch durch die kortikale Überrepräsentation deutlich, welche uns allen noch aus den Anatomie-Vorlesungen bekannt ist. Aber sind nicht unsere handchirurgischen Patienten oft auch anspruchsvoller, ja sogar schwieriger als andere Patienten? Und vermuten wir nicht bei manchen Patienten mehr als nur ein Problem der Hand? – In unserer aktuellen Ausgabe von Handchirurgie Scan stellen wir Ihnen eine Studie vor, die zu dem interessanten Ergebnis kommt, dass Depression eine häufige Komorbidität bei handchirurgischen Patienten ist.
Radiokarpale Luxationen und Luxationsfrakturen sind seltene, aber stets schwere, komplexe Verletzungen, die häufig als Resultat eines Hochenergietraumas bei jungen, aktiven Patienten auftreten. Eine eingehende klinische und bildgebende Untersuchung führt über eine differenzierte Klassifikation zu einer geeigneten, meist operativen, Therapiestrategie. Diese berücksichtigt die wesentlichen Komponenten der Verletzung, die knöcherne, die ligamentäre und die intrakarpale Läsion. Spätfolgen, bleibende Beschwerden und funktionelle Einbußen sind nach diesen schweren Verletzungen häufig, aber mit einer adäquaten, differenzierten Behandlung sind gute, auch langfristige, funktionelle Resultate möglich.
Maligne Weichteiltumoren an Hand und Unterarm sind selten. Neben der klinischen Untersuchung sind die Befunde der bildgebenden Diagnostik die Grundlage für die Therapieplanung. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist integraler Bestandteil des lokalen Tumorstagings und zusammen mit der Computertomografie (CT) auch der systemischen Tumordissemination. In diesem CME-Artikel werden die malignen Weichteiltumoren der Hand und des Unterarms bezüglich Pathoanatomie, Klassifikation und radiologischer Merkmale erläutert.
Mithilfe der retrograd gestielten Lappenplastik der dorsalen Metakarpalarterien II–IV (DMCA) können Weichteildefekte des Fingerrückens und der distalen Hohlhandregion mit freiliegenden Sehnen, Knochen oder eröffneten Gelenken gedeckt werden.
Jeden Tag beraten wir Patienten mit fortgeschrittener Rhizarthrose in unserer Sprechstunde. Bis vor gut 5 Jahren hätte man zur Schmerzlinderung schwerpunktmäßig Trapezium-resezierende Verfahren angeboten. Auf Basis deutlich positiverer Studienergebnisse moderner Prothesenmodelle erfreut sich der endoprothetische Ersatz des Daumensattelgelenkes nun auch hierzulande zunehmender Beliebtheit. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung der Sattelgelenk-Endoprothetik, Indikationen, OP-Technik, Komplikationsmanagement und Nachbehandlung.
Beugesehnenverletzungen an der Hand sind eine häufige Verletzung. Eine rechtzeitige und korrekte Diagnosestellung sowie eine angemessene therapeutische Vorgehensweise sind entscheidend für den Behandlungserfolg. Dieser Beitrag erläutert detailliert das diagnostische und therapeutische Vorgehen bei Beugesehnenverletzungen, gibt Hinweise zu den möglichen Nahttechniken und Tipps für die Nachbehandlung.
Die Denervierung des Handgelenkes ist ein palliatives Operationsverfahren zur Schmerzlinderung. Es ist indiziert bei schmerzhaften Arthrosen des Handgelenkes mit gut erhaltener Beweglichkeit. Bei entsprechend präziser Operationstechnik können gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Sie gilt somit als eine wenig invasive, extraartikuläre Option bei der operativen Therapie von Handgelenkarthrosen, wenn kurative Verfahren nicht möglich oder nicht indiziert sind und konservative Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Schmerzbesserung geführt haben. Sollte durch die Handgelenkdenervierung keine ausreichende Schmerzreduktion erreicht werden, sind jegliche artikuläre Folgeeingriffe weiterhin möglich.