Hintergrund: M. tuberculosis war lange Zeit in Deutschland eher als eine Krankheit der Armen und geopolitisch nur noch in Entwicklungsländern anzutreffen. Doch neueste Zahlen des Robert Koch Instituts zeigen einen Anstieg um 26% in 2018 (5429 Fälle) im Vergleich zu 2010 (4302 Fälle) [1]. Darüber hinaus ist in der letzten Zeit immer wieder über multiresistente Stämme berichtet worden, die mit der klassischen Therapie (Isoniazid, Rifampizin, Ethambutol & Pyrozinamid) nicht mehr kontrollierbar sind [2].
Hintergrund Die pulmonale Endarteriektomie (PEA) ist die Therapie der Wahl der chronisch thromboembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH). Bei der chronisch thromboembolischen Lungengefäßerkrankung (CTED) ohne PH ist die Prognose schwer einzuschätzen, da es wenige Verlaufsdaten gibt. Wir präsentieren den Langzeitverlauf eines Patienten, der sich nach einer Lungenarterienembolie (LE) im 1999 in unserer PH-Ambulanz vorstellte.
Idiopathische interstitielle Pneumonien (Prävalenz: 70 – 80/100000) sind eine heterogene Erkrankungsgruppe, die sich als chronisch verlaufende Entzündungen des Lungeninterstitiums manifestieren und durch Zunahme des Bindegewebes eine Lungenfibrose hervorrufen. Klinisch imponieren trockener Husten sowie progrediente Dyspnoe mit Übergang in ein hypoxämisches respiratorisches Versagen. Zum jetzigen Zeitpunkt stellt lediglich die LTX eine kurative Therapieoption einer Lungenfibrose dar.
Vorstellung einer 48-jährigen Patientin zur Abklärung einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD) mit beidseitigen destruierend zystischen Lungenparenchymdefekten. Bei fehlenden Anhaltspunkten für eine infektiöse oder rheumatologische Genese der ILD erfolgte eine offene Stufenbiopsie. Die Histologie ergab ein invasives pulmonales Adenocarcinom vom lepidischen und papillären Typ. Dieser Fall verdeutlicht, dass neben den typischen infiltrativen Veränderungen des lepidischen Adenocarcinoms im CT-Thorax durchaus auch kavernös-zystische Läsionen beobachtet werden können.
Der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATM) ist ein genetischer Risikofaktor für die Entwicklung einer Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Das Deutsche Register, welches für Personen mit AATM seit 2004 geführt wird, umfasst Daten von mehr als 1200 Personen mit schwerem AATM. Das Ziel dieser Analyse war es, die Lebensqualität der Patienten zu untersuchen.
Hintergrund: Der fortpflanzungs- und organtoxische Weichmacher Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) ist in Kinderspielzeug und Kosmetika verboten. Dennoch wird DEHP in multiplen Medizinprodukten, u.a. ECMO Material, verwendet und kann in toxischen Dosen dabei freigesetzt werden. Die DEHP-Belastung des erwachsenen Patienten durch eine ECMO Therapie ist bisher unzureichend untersucht.
Einleitung: Der Pneumothorax (PTX) ist mit bis zu 30% eine häufige und potentiell lebensbedrohliche Komplikation nach Therapie mit endobronchialen Ventilen (EBV). Bislang sind keine Parameter für die Prädiktion eines Ereignisses etabliert.
Hintergrund: Mikropartikel (MPs) sind Zellabschnürungen aus der Membran verschiedener Zelltypen mit einer Größe von unter einem 1 µm. MPs sind entscheidend an der interzellulären Kommunikation beteiligt und gelten als biologische Marker für Prozesse wie Apoptose, Zell-Aktivierung und enodotheliale Dysfunktion.
Hintergrund: Es ist davon auszugehen, dass die Therapie des mittels Extrakorporaler Membran-oxygenierung (ECMO) mit einem hohen thrombogenen Risiko assoziiert ist. Dennoch gibt es kaum Daten bezüglich der Inzidenz venöser Thrombosen (VT) und Thromboembolien (VTE) unter ECMO Therapie.
Einleitung: Konventionelle Methoden zur Evaluation von Änderungen des Thoraxvolumens (in Ruhe und unter Belastung) sind entweder invasiv und kostenintensiv oder haben geringe Sensitivität und Spezifizität. Die optoelektronische Plethysmografie (OEP) ermöglicht durch eine nichtinvasive Technik eine Quantifizierung von Volumenänderungen des Thoraxvolumens.
Background: Even though endoscopic lung volume reduction (eLVR) with endobronchial valves (EBV) is an established therapy option for patients with severe emphysema, patients with a FEV1≤ 20% pred. are usually excluded from treatment. Methods: We retrospectively evaluated all patients treated in our department with EBV at an FEV1 ≤ 20% pred. regarding lung function and six-minute walking test (6-MWT). All patients underwent V/Q-Scan and were evaluated for collateral Ventilation to determine the target lobe. Results: We treated 18 patients; 15 were evaluated to date (aged 59.3 ± 6.8 years), eight were female. Mean (± SD) FEV1 before EBV implantation was 0.48 ± 0.13 L equal. 16.3 ± 2.7 % pred.; mean residual volume (RV) was 6.9 ± 1.5 L (326.0 ± 84.3 % pred.). Initial 6-MWT was 241 ± 70 m. Right upper lobe was treated 4-times, left upper lobe was treated 4-times, right lower lobe once, left lower lobe was treated 6-times. Four patients were treated bilaterally. After EBV treatment, mean FEV1 was 0.59 ± 0.11 L equal. 20.2 ± 2.6 % pred. (+23%); mean RV was 6.0 ± 1.8 L (275.6 ± 49.6 % pred; -13%). 6-MWT increased to 312 ± 98.5 m an (+29%). The pneumothorax rate was 20% (3/15 pat.); all pneumothoraces were treatable by chest tube only. 6/15 Patienten developed an atelectasis of the target lobe. Bilaterally treated patients benefitted from the treatment oft he 2nd side in the lung function tests. Discussion: At a low rate of complications, patients benefitted from EBV treatment despite initially low FEV1. Some patients improved remarkably, especially when they developed an atelectasis of the target lobe. The results of this retrospective analysis show that EBV treatment in patients with an FEV1 ≤ 20% pred. is feasible and safe.
Hintergrund: Neben der B-Bild Sonografie können elastographische Verfahren wie Strain Imaging oder das Shear-wave Imaging (SVI) die Steifigkeit von Gewebe messen. Etablierte Anwendungen sind Brust Tumoren, die mit einer Sensitivität und Spezifität von 70,1% bzw. 41,0 – 98,5% differenziert werden können sowie Messungen des Fibrosegrades der Leber. Ziel dieser Studie war es, die Anwendbarkeit des SVI auf die Lunge zu überprüfen und an ersten klinischen Fällen Machbarkeit und die Wertigkeit für den subpleuralen Raum zu erarbeiten.
Hintergrund: Durch veno-venöse ECMO (vvECMO) können Komplikationen einer Langzeitintubation bei Patienten, die für die Lungentransplantation (LTx) gelistet sind, häufig vermieden werden. Wache, nicht intubierte Patienten profitieren von Kanülierung der rechten Vena jugularis interna (VJI) mittels bikavalen Doppellumen-Katheter (BDK), da die Patientenmobilisierung im Vergleich zu konventionellem Zugang besser möglich ist. Bei Patienten mit akuter Dekompensation einer pulmonalarteriellen Hypertonie (PAH) ist vvECMO nicht immer ausreichend.
Hintergrund: Wenngleich die endoskopische Lungenvolumenreduktion (eLVR) mit endobronchialen Ventilen (EBV) ein etabliertes Therapieverfahren bei Patienten mit schwerem Lungenemphysem ist, bleibt dieser palliative Eingriff Patienten mit einer FEV1 ≤20% d. Solls meist vorenthalten.