Bei der Hausstaubmilbe (HSM) handelt es sich um das bedeutendste Innenraumallergen, das für viele Fälle nicht nur von Rhinoconjunctivitis allergica, sondern auch Asthma bronchiale verantwortlich und somit von erheblicher sozioökonomischer Relevanz ist. Neben symptomatischer Therapie und Karenzmaßnahmen ist v. a. die Allergenimmuntherapie (AIT) als einziger kausaler, krankheitsmodifizierender Therapieansatz von großer Bedeutung. Für die Einleitung einer AIT ist allerdings eine hohe diagnostische Sicherheit unerlässlich. Die Schwierigkeit einer korrekten Diagnosestellung liegt darin, die nachgewiesene HSM-Sensibilisierung hinsichtlich ihrer klinischen Relevanz (klinisch stumme Sensibilisierung vs. Allergie) richtig zu interpretieren. Das Allergierisiko steigt zwar mit der Höhe des IgE-Titers gegen HSM-Extrakt, Der p 1 oder Der p 2, wie auch mit der Breite des molekularen Sensibilisierungsprofils gegen HSM-Komponenten (Der p 1, Der p 2, Der p 23) an, jedoch kann weder bezüglich der Titer ein Schwellenwert für das Vorliegen einer Allergie definiert werden, noch kann eine Sensibilisierung gegen eine spezifische Komponente als sicher allergieauslösend bewertet werden. Zudem muss festgehalten werden, dass – zumindest in Südbayern – die Prävalenz der Der-p-23-Sensibilisierung zu niedrig ist, um als Majorallergen zu gelten, noch ist Der p 23 als Ergänzung zu den beiden Majorallergenen Der p 1 und Der p 2 in der Lage, alle HSM-Sensibilisierungen molekular aufzulösen. Offensichtlich verfügt die HSM über ein sehr diverses Profil an Allergenen, von denen einige relevante noch nicht beschrieben zu sein scheinen. Auch anamnestische Angaben erlauben keine ausreichend sichere Bewertung der klinischen Relevanz einer nachgewiesenen HSM-Sensibilisierung, sodass – trotz des relativ großen Aufwands – vor Einleitung einer AIT mit HSM eine Allergen-Provokationstestung empfohlen werden muss.
ZusammenfassungInnovative und wirksame Impfstrategien entwickeln sich zum wichtigsten Hebel zur Bekämpfung der durch SARS-COV-2 ausgelösten globalen Pandemie. Innerhalb weniger Monate wurden durch Wissenschaftler weltweit vielversprechende neue Vakzine entwickelt; hierbei nutzen mehrere Impfstoffe das Prinzip adenoviraler Vektoren zum Einbringen der eigentlich immunogenen Moleküle des SARS-Coronavirus zum Auslösen einer Immunantwort. Die vom russischen Gamaleya-Institut entwickelte COVID-19-Vakzine Sputnik V (Gam-COVID-Vac) nutzt die adenoviralen Vektoren 26 und 5, um das vollständige SARS-Spike-Protein zur Impfung einzubringen, wobei die unterschiedlichen adenoviralen Vektoren mögliche neutralisierende Effekte gegen Adenoviren umgehen und dadurch eine ausreichende Immunogenität auch bei der Zweitimpfung (booster) gewährleisten. Die bisher veröffentlichten Studien werden teils kontrovers diskutiert, u. a. wegen kleiner Fallzahlen in Phase II und früher klinischer Endpunkte in der Phase III. Auch die bisher fehlende Verfügbarkeit der vollständigen Studienprotokolle und Datensätze wurde in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Kenntnis genommen. Vulnerable Patientengruppen könnten durch eine wie in Brasilien beschriebene erhaltene Vermehrungsfähigkeit der Ad5-Adenoviren oder wie in der Slowakei beobachtete fehlende Chargenreproduzierbarkeit gefährdet werden, ein Wirksamkeitsverlust der Impfung bei Gesunden ist möglich. Die finale Bewertung in einem geordneten Zulassungsverfahren (z. B. EMA) bleibt daher abzuwarten.
Hintergrund: M. tuberculosis war lange Zeit in Deutschland eher als eine Krankheit der Armen und geopolitisch nur noch in Entwicklungsländern anzutreffen. Doch neueste Zahlen des Robert Koch Instituts zeigen einen Anstieg um 26% in 2018 (5429 Fälle) im Vergleich zu 2010 (4302 Fälle) [1]. Darüber hinaus ist in der letzten Zeit immer wieder über multiresistente Stämme berichtet worden, die mit der klassischen Therapie (Isoniazid, Rifampizin, Ethambutol & Pyrozinamid) nicht mehr kontrollierbar sind [2].
Melasma, also known as chloasma or mask of pregnancy, presents clinically as hyperpigmented skin areas, which develop mostly in the face as a consequence of increased synthesis of melanin. The established treatment options, including topically applied agents and the use of various laser systems, mostly result in improvement but not in complete remission of the lesions. Because of its significant impact on quality of life and the limited effectivity of available treatment options, the management of melasma is challenging for the treating physician. Although many risk factors, including pregnancy and UV exposure, have been identified, the pathogenesis is not yet fully understood. Avoiding solar or artificial UV exposure is of high importance both for the prevention of melasma and for the clinical outcome of existing lesions. In order to avoid vitamin D deficiency, oral vitamin D supplementation should be recommended. In this review, we give an update on clinical aspects, epidemiology, pathogenesis and therapy of melasma and give an outlook on future developments.