Die erfolgreiche Therapie retroperitonealer Sarkome erfordert ein erfahrenes Behandlungsteam, in dem neben Chirurgen insbesondere Pathologen und Radiologen gefordert sind. Der entscheidende Schritt in der präoperativen Abklärung dieser häufig spät entdeckten Tumoren ist es, eine zuverlässige Information über die Dignität des Tumors zu haben, ggf. das Grading des Tumors und den Sarkomsubtyp zu kennen und hierauf basierend die Behandlungsrichtung festzulegen. Wesentliche Informationen liefern die bildgebenden Verfahren in Hinblick auf den Nachweis der Infiltration von Nachbarstrukturen und -organen. Hierzu stellt die Kernspintomografie das bestgeeignete Verfahren dar. Für die histologische Sicherung ist eine Stanzbiopsie auf jeden Fall einer Feinnadelaspiration vorzuziehen. Das chirurgische Standardverfahren ist die multiviszerale Resektion aus Prinzip, die in der überwiegenden Mehrzahl der Patienten eine zusätzliche Kolonresektion, Nephrektomie und Resektion der Bauchwandmuskulatur bzw. des M. psoas erfordert, um eine R0-Resektion des retroperitonealen Kompartments zu gewährleisten. Wenn nur minimale Sicherheitsabstände am Resektat zu erwarten sind, ist eine präoperative neoadjuvante Behandlung mit einer Strahlentherapie und/oder einer Chemotherapie, ggf. auch in Kombination mit einer Tiefenhyperthermie bei hochmalignen Sarkomen überlegenswert. Eine adjuvante postoperative Strahlentherapie kann meist nicht komplett appliziert werden, da die durch den Tumor verdrängten Abdominalorgane das ehemalige Tumorbett insbesondere mit dem bestrahlungsempfindlichen Dünndarm auffüllen. Die optimale Behandlungsstrategie für diese Patientengruppe sollte in einem multidisziplinären Tumorboard vor jeglicher diagnostischen oder therapeutischen Maßnahme festgelegt werden.
höhere Anzahl histologisch nachweisbarer Tumoren, wenn danach gesucht wird, z.B. in Magenresektaten.
Ziele: Untersuchung von Indikation, Patientensymptomatik und Diagnose sowie Evaluierung der Wertigkeit der diffusionsgewichteten Bildgebung im Vergleich zu konventionellen MR-tomographischen Aufnahmen beim notfallmäßigen Kinderschädel-MRT. Methode: Mit dem Eingangskriterium „Anforderung von Pädiatrie oder Kinderchirurgie eines notfallmäßigen Kinderschädel-MRTs“ wurden über einen Zeitraum von 4 Jahren 384 Kinder im Alter zwischen 1 Tag und 17 Jahren (mittleres Alter 7.1 +/- 4.9 Jahre) untersucht. Die Symptome der Kinder reichten von Kopfschmerzen, Schwindel über zerebrale Krampfanfälle, Meningismus, Ataxie, Synkope, Trauma, fokalneurologische Defizite mit Paresen bis hin zur Somnolenz. Alle Patienten erhielten ein standardisiertes Untersuchungsprotokoll mit T1-und T2-gewichteten, FLAIR- und T2*-Aufnahmen sowie diffusionsgewichteter und ggf kontrastmittelunterstützter Aufnahmen. Die Wertigkeit der diffusionsgewichteten Bildgebung im Vergleich zu den übrigen MR-Sequenzen wurde von zwei erfahrenen Radiologen/Neuroradiologen anhand einer 4-stufigen Graduierung der Darstellung der Pathologie beurteilt. Zur statistischen Analyse wurde der Wilcoxon-Signed-Rank-Test benutzt. Ergebnis: 202 der 384 Kinder zeigten keine Pathologien, 13% der Patienten eine intrakranielle Blutung, 12% eine zerebrale Ischämie, 9% der Kinder eine Enzephalitis, 9% einen intrazerebralen Tumor, 8% kongenitale Anomalien, 5% einen Hydrozephalus, 26% der Kinder eine Sinusitis und 3% eine Mastoiditis. Seltener wurden Befunde wie Abszess, Kontusion oder Tuberöse Sklerose erhoben. Als Nebenbefunde wurden 8 Parenchymdefekte und 16 Arachnoidalzysten nachgewiesen. Die diffusionsgewichtete Bildgebung zeigte sich bei den zerebralen Infarkten und den Enzephalitiden im Vergleich zu der konventionellen MR-Bildgebung am wertvollsten und dieser überlegen, mit teilweise statistisch signifikanten Ergebnissen (p<0.05). Die diffusionsgewichtete Bildgebung allein reicht zur suffizienten Diagnosestellung nicht aus. Schlussfolgerung: In fast der Hälfte aller Anforderungen werden beim notfallmäßigen pädiatrischen Schädel-MRT relevante Pathologien gefunden. Beim notfallmäßigen Kinderschädel-MRT ist die diffusionsgewichtete Bildgebung eine schnelle und wertvolle Ergänzung der verwendeten Sequenzen und sollte in die Routineuntersuchung integriert werden. Trotz ihrer Schnelligkeit ist die diffusionsgewichtete Bildgebung allein zur suffizienten Diagnosestellung nicht ausreichend.
Ziele: Bei Feten mit kongenitaler Zwerchfellhernie (congenital diaphragmatic hernia [CDH]) hat sich die MR-basierte Volumetrie der fetalen Lunge zur Abschätzung der Überlebenswahrscheinlichkeit und der Notwendigkeit einer extracorporalen Membran-Oxygenierungstherapie (ECMO) etabliert. In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss des Untersuchungszeitpunktes auf die Wertigkeit dieser Methode untersucht. Methode: Bei 95 Feten mit CDH wurde zwischen der 22.-39. SSW (31±4,2) eine MRT angefertigt (multiplanare T2 HASTE Sequenz und trueFISP) und das fetale Lungenvolumen (FLV) vermessen. Nachfolgend wurde mittels logistischer Regression die Wertigkeit des FLV als Prognoseparameter für das Überleben und die Notwendigkeit einer ECMO-Therapie für Feten vor und nach der 30. SSW evaluiert. Ergebnis: Die Überlebensrate des Gesamtkollektivs betrug 83%, der ECMO-Bedarf lag bei 35%. Bei Neugeborenen mit einer fetalen Lungenvolumetrie nach der 30. SSW ergab sich eine gute prognostische Wertigkeit des vermessenen FLV für die Überlebenswahrscheinlich und die ECMO-Notwendigkeit (p=0,009 und p=0,024). Vor der 30. SSW besteht insbesondere bei einem FLV <10ml eine deutlich eingeschränkte prognostische Wertigkeit für das Überleben (p=0,109). Die Abschätzung des ECMO-Bedarfs ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht valide (p=0,480). Schlussfolgerung: Bei Feten mit CDH ist die MR Lungenvolumetrie nach der 30. SSW als Methode zur Abschätzung der Überlebenswahrscheinlichkeit und des ECMO-Bedarfs geeignet. Die limitierte prognostische Wertigkeit des FLV bei Feten vor der 30. SSW ist insbesondere bei der Beratung der Eltern und der Empfehlung invasiver pränataler Therapien zu berücksichtigen.
Ziele: Wertigkeit präoperativer CT und MRT bei distaler Radiusfraktur: Vergleich mit AO-Klassifikation, Diagnostik von Begleitverletzungen sowie Konsequenzen für das funktionelle Ergebnis Methode: Bei 92 Pat. mit einer röntgenologisch gesicherten distalen Radiusfraktur wurde prospektiv ein präop. CT u. MRT des Handgelenks u. der Handwurzel durchgeführt. Die Fraktureinteilung erfolgte nach der AO-Klassifikation (Typ A=extraartikulär, Typ B=partiell intraartikulär, Typ C=total intraartikulär). In der MSCT (4×1mm Kollimation) an einem Somatom Volume Zoom (Siemens) lag das Augenmerk auf dem Ausmaß der knöchernen Verletzungen (insbesondere Proc. styl. ulnae (PSU) sowie Beteiligung der radiokarpalen u. der DRUG-Gelenkfläche (distales Radio-Ulnar-Gelenk)). An einem 1.5 T Magnetom Sonata (Siemens) erfolgte insbesondere die Beurteilung des triangulären fibrokartilaginären Komplexes (TFCC), des scapholunären Bandes (SL-Band) u. des radioulnaren Bandapparates (RU-Band). Die klin. Nachuntersuchung (NU) erfolgte 1 Jahr postoperativ (CASTAING-Score [Scorebereich 0–27; Bereich 1–5=„gut'']). Ergebnis: Die 92 Pat. wurden anhand der Röntgenaufnahme klassifiziert als 45 A-, 9 B-, 38 C-Frakturen nach AO. Von den 45 röntgenologisch klassifizierten A-Frakturen konnten lediglich 5 in der CT bestätigt werden, in 40 Fällen waren die DRUG- bzw. die radiocarpale Gelenkfläche CT-morphologisch frakturiert. Bei C- und B-Frakturen fanden sich in >50% Rupturen der RU-Bänder. Bei CT-gesicherter Fraktur des PSU fand sich in 90% eine TFCC-Ruptur im MRT (54/60). 76/92 Pat. zeigten eine Fraktur der radiocarpalen Gelenkfläche, das DRUG war bei 80/92 frakturiert, in 60/92 Fällen ergab sich eine Fraktur des PSU, in 11/92 Fällen eine carpale Fraktur. In der NU ergab sich ein mittlerer Score nach CASTAING von 4,4 Pkt. (range 1–12). Es ergab sich keine statistisch signifikante Korrelation zwischen TFCC-Läsionen im MRT und NU-Score nach 1 Jahr, ebenso wurde keine signifikante Korrelation zwischen SL-Band-Läsionen im MRT und der NU nach 1 Jahr gefunden. Schlussfolgerung: Bei distaler Radiusfraktur findet sich eine hohe Inzidenz für karpale Begleitverletzungen in CT und MRT. CT/MRT zur präop. Diagnostik und OP-Planung bei distaler Radiusfraktur sind wertvoll, aber es lässt sich keine positive Korrelation zwischen karpalen Begleitverletzungen und funktionellem Ergebnis statistisch belegen. Bei Frakturen des PSU liegt in 90% aller Fälle eine TFCC-Läsion vor, für die in der NU keine statistisch signifikante Relevanz nachzuweisen ist.
Arterial thrombotic vascular occlusions in the neonatal period are rare. Intraarterial thrombolytic therapy in infants and children is unchanged rarely used but can be very effective. Thrombolytic therapy in adults is well established and a summary of clinical and pharmacologic aspects exists of different thrombolytic agents. Recombinant-Tissue-Plasminogen-Activator (rTPA) is increasingly used in thrombolytic therapy in infants and children in the last years. We report thrombolysis of axillar arterial thrombosis with rTPA in a premature infant. Additional thermographic images were performed, which were very helpful in the clinical monitoring of the newborn.
It remains controversial whether extracranial-intracranial (EC-IC) arterial bypass surgery leads to a significant increase in brain blood supply, allowing the reversal of regional cerebral hypoperfusion in symptomatic patients with occlusive cerebrovascular disease and hemodynamic impairment. The aim of the present study was to determine the effects of EC-IC bypass surgery on cerebral brain-supplying blood volume flow (BVF; ml/min) from a purely hemodynamic point of view, using 2D cine phase-contrast MR imaging. Twenty-five patients with symptomatic, unilateral internal carotid artery (ICA) occlusion and hemodynamic compromise received EC-IC arterial bypass surgery. All patients underwent quantitative BVF measurements of brain-supplying arteries preoperatively and postoperatively, including the direct BVF measurement in the established EC-IC bypass after surgery. Preoperatively, total brain BVF was reduced in comparison to normal controls (595 +/- 89 vs 663 +/- 49 ml/min; [mean +/- SEM]; p = 0.039). Mean BVF through the EC-IC bypass reached 84 +/- 32 ml/min (range: 14-177 ml/min), leading to a significant net increase in total BVF of 78 +/- 43 ml/min (range: 7-136 ml/min) when compared with BVF prior to surgery (p < 0.001), with resulting postoperative BVF reaching values obtained in normal controls. EC-IC arterial bypass surgery increases total brain blood supply, allowing restoration of local perfusion in hemodynamically compromised brain tissue in patients with symptomatic ICA occlusion.
Intraarterial Subclavian Artery Thrombolysis in a NeonateK. Wolfgang Neff1, Dietmar Dinter1, Thomas Schaible2, Karl-Jürgen Lehmann1 and Christoph Düber1Audio Available | Share