Type 2 diabetes mellitus (T2DM) is a major age-associated metabolic disease, and aging substantially contributes to the increasing burden and progression of chronic complications, including diabetic kidney disease (DKD). However, the molecular mechanisms underlying changes in renal susceptibility during disease progression remain incompletely understood. We hypothesized that the scaffold protein mitogen-activated protein kinase organizer 1 (MORG1/WDR83) contributes to stage-dependent differences in DKD and that these effects may vary according to biological sex. Heterozygous Morg1 deletion was introduced into the diabetic C57BLKS/J db/db mouse model, and male and female mice were analysed at early and later disease stages alongside non-diabetic controls. Renal fibrosis, albuminuria, HIF-1α expression, mTORC1 and ERK1/2 activity, and renal cortical gene expression were assessed. Morg1 haploinsufficiency was associated with reduced renal fibrosis and albuminuria during early diabetes, whereas these protective effects were less evident in later-stage diabetic animals. HIF-1α expression decreased during progression in most groups but was relatively preserved in later-stage female Morg1 heterozygotes, whereas mTORC1 and ERK1/2 signalling was altered in a genotype- and stage-dependent manner. These findings identify MORG1 as a context-dependent modifier of DKD whose renoprotective effects change across disease progression, linking MORG1-associated signalling to the evolving renal phenotype of an age-associated metabolic disease.
Zusammenfassung Basierend auf dem in der 2023 aktualisierten Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr abgebildeten Frakturrisikomodell des Dachverbands der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften (DVO) wird das Risiko für vertebrale Frakturen und proximale Femurfrakturen innerhalb der nächsten 3 Jahre ermittelt. Das Frakturrisikomodell basiert zunächst auf Alter, Geschlecht sowie dem mittels dualer X-ray-Absorptiometrie (DXA) ermittelten niedrigsten T-Score des Gesamtfemur und wird durch eine Vielzahl klinischer Risikofaktoren ergänzt. In Abhängigkeit davon, ob das Frakturrisiko innerhalb der nächsten 3 Jahre 3 –<5%, 5 –<10% oder mehr als 10% beträgt, wird eine differenzierte Empfehlung für die spezifische osteologische Pharmakotherapie abgeleitet. Osteoporose und Frakturen zählen zu den wichtigsten Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Im DVO-Frakturrisikomodell nehmen die hochdosierte prolongierte Therapie mit Glukokortikoiden (GK) und die Rheumatoide Arthritis einen sehr hohen Stellenwert ein. Nach den aktuellen Leitlinien zur Therapie entzündlich-rheumatischer Systemerkrankungen erfolgt bei Patienten mit ANCA-assoziierten Vaskulitiden, Riesenzellarteriitis, Polymyalgia rheumatica, schweren Verläufen des systemischen Lupus erythematodes (SLE) und inflammatorischen Myopathien in der Regel die Einleitung einer GK-Therapie mit GK-Dosen von mindestens 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag über mehr als 3 Monate. Diese Patienten haben aufgrund der neu eingeleiteten, hoch dosierten und längerfristigen GK-Therapie nicht nur ein deutlich erhöhtes 3-Jahres-Frakturrisiko, sondern auch ein erhöhtes Frakturrisiko innerhalb des Folgejahres. Von allen im DVO-Risikomodell abgebildeten Erkrankungen ist der Rheumatoiden Arthritis (RA) der höchste Risikogradient zugeordnet. Die Diagnose einer RA insbesondere in Kombination mit weiteren Risikofaktoren ist daher ebenfalls mit einem sehr hohen Frakturrisiko assoziiert. Weitere im Risikomodell abgebildete entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind der systemische Lupus erythematodes (SLE) und die Ankylosierende Spondylitis (AS). Beide Erkrankungen manifestieren sich typischerweise im jüngeren Erwachsenenalter. Somit sind nicht alle Patienten mit SLE und AS im DVO-Risikomodell abgebildet. Die 2022 aktualisierte Leitlinie zur Prophylaxe und Behandlung der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose des American College of Rheumatology (ACR) bildet auch jüngere Patienten mit GK-Therapie ab und kann zur Kalkulation des Frakturrisikos genutzt werden. Bei AS ist durch osteoproliferative Veränderungen die Wertigkeit der DXA eingeschränkt, und der Trabecular Bone Score zeigt eine bessere Assoziation mit dem Frakturrisiko. Verschiedene Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sind ebenfalls als Risikofaktoren für Frakturen in der DVO-Leitlinie abgebildet und können das Frakturrisiko bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen weiter erhöhen. Zu diesen osteologisch relevanten Komorbiditäten zählen Diabetes mellitus, chronische Niereninsuffizienz CKD 3a, 3b und 4, chronische Herzinsuffizienz, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung und Depression bzw. die Behandlung mit Antidepressiva. Zur optimalen Prophylaxe von Frakturen ist zudem eine frühzeitige osteologische Diagnostik bereits zum Zeitpunkt der Diagnose der entzündlich-rheumatischen Erkrankung erforderlich. Die folgende Übersicht zeigt Möglichkeiten der praktischen Anwendung der DVO-Leitlinie und anderer Leitlinien zur Osteoprotektion bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auf. Ferner werden epidemiologische Aspekte von Osteoporose und Frakturen sowie osteologisch relevante Komorbiditäten bei den verschiedenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen dargestellt.
Die transarterielle periartikuläre Embolisation (TAPE) stellt ein neuartiges interventionelles Verfahren zur lokalen Schmerztherapie bei Arthrose dar. Die Reduktion der lokalen Hypervaskularisation wird durch die supraselektive Embolisation periartikulärer Arterien mit geeigneten Embolisaten erreicht. Das beschriebene Verfahren resultiert in einer Reduktion sowohl der Schmerzen als auch der Einnahme von Analgetika. Ursprünglich zur Behandlung der Gonarthrose entwickelt, zeigen erste kleine Studien und Fallberichte vielversprechende Ergebnisse auch bei anderen Gelenken wie Fingern und Schulter. In der Rheumatologie eröffnet die TAPE insbesondere bei therapieresistenter Monarthritis sowie bei Checkpointinhibitor-assoziierter Arthritis neue therapeutische Perspektiven.
Journal Article Accepted manuscript Transarterial periarticular embolization (TAPE) in checkpoint-inhibitor-associated arthritis—a novel treatment strategy Get access Alexander Pfeil, Alexander Pfeil Department of Internal Medicine III, Jena University Hospital-Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, Jena, Germany Corresponding author: Prof. Dr med. Alexander Pfeil, Department of Internal Medicine III, Jena University Hospital—Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, 07747 Jena, Germany, Email: [email protected] Search for other works by this author on: Oxford Academic PubMed Google Scholar Thoms Stauch, Thoms Stauch Department of Internal Medicine II, Jena University Hospital-Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, Jena, Germany Search for other works by this author on: Oxford Academic PubMed Google Scholar Carolin Pflug, Carolin Pflug Department of Internal Medicine III, Jena University Hospital-Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, Jena, Germany Search for other works by this author on: Oxford Academic PubMed Google Scholar Gunter Wolf, Gunter Wolf Department of Internal Medicine III, Jena University Hospital-Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, Jena, Germany Search for other works by this author on: Oxford Academic PubMed Google Scholar Ulf Teichgräber, Ulf Teichgräber Institute for Diagnostic and Interventional Radiology, Jena University Hospital-Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, Jena, Germany Search for other works by this author on: Oxford Academic PubMed Google Scholar René Aschenbach René Aschenbach Institute for Diagnostic and Interventional Radiology, Jena University Hospital-Friedrich-Schiller-University Jena, Am Klinikum 1, Jena, Germany Search for other works by this author on: Oxford Academic PubMed Google Scholar Rheumatology, keaf074, https://doi.org/10.1093/rheumatology/keaf074 Published: 07 February 2025 Article history Received: 04 February 2025 Accepted: 04 February 2025 Published: 07 February 2025
Transarterial periarticular embolization (TAPE) is a novel interventional procedure for local pain therapy in osteoarthritis. The reduction of local hypervascularization is achieved by supraselective embolization of periarticular arteries using embolic agents. The procedure described herein results in a reduction in both pain and the use of analgesics. The drug was originally developed for the treatment of knee osteoarthritis and initial small studies and case reports indicated that it was effective for other joints, including the fingers and shoulders. In the domain of rheumatology TAPE opens up new therapeutic perspectives, particularly for cases of treatment-resistant monoarthritis and arthritis associated with checkpoint inhibitors.
Die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft bedingt, dass immer mehr ältere und älteste Menschen an einer chronischen Niereninsuffizienz leiden und auch dialysepflichtig werden können. Da Menschen an der Dialyse aufgrund von Komplikationen (kardiovaskulär, Infektionen) eine schlechtere Prognose haben als manche Tumorpatienten, ist es nicht immer ratsam, eine solche Dialysetherapie zu beginnen. Vielmehr kann es sinnvoll sein, bei zunehmender Verschlechterung der Gesamtsituation diese dann auch zu beenden. Für dieses relativ neue Gebiet unseres Faches wurde der Begriff „palliative Nephrologie“ geprägt. Ärztliches Handeln allgemein, aber insbesondere bei der Betreuung von Sterbenden setzt einen ethisch reflektierten moralischen Kompass voraus. Leider wird dieser Aspekt im Medizinstudium, aber auch in der Weiterbildung zum Facharzt sträflich vernachlässigt. Deshalb findet sich in diesem Beitrag eine kurze Übersicht über ethische Aspekte der angemessenen Betreuung von Sterbenden. Die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen gehört zu den „vornehmsten“ Aufgaben ärztlichen Handelns und ärztlicher Kunst. Jeder Arzt sollte sich vor Augen halten, dass Sterbende uns nur vorausgehen und wir alle irgendwann das gleiche Schicksal haben werden. Allein schon deshalb sollten wir die zukünftige Generation von Kollegen und Kolleginnen, die dann uns in der Sterbephase begleiten werden, fachlich, ethisch, psychologisch und menschlich gut aus- und weiterbilden.
Background: In an ageing population the diagnosis of impaired renal function due to age-associated and comorbidity-related renal changes is becoming more frequent. Objective: Overview of the known pathophysiological foundations of renal senescence, the clinical consequences and potential treatment strategies in the management of older patients. Material and methods: Evaluation of official statistics, discussion of expert recommendations and basic research based on both human data and findings from various animal models. Results and discussion: Renal senescence remains a process that is still not completely understood in detail. Evidence for treatment strategies and drug approaches primarily comes from animal models but is increasingly finding its way into clinical practice; however, the treatment of older patients with impaired renal function poses a challenge not only due to the possible renal disease but also due to the existing comorbidities.
BACKGROUND:Pulmonary involvement in the form of interstitial lung disease (ILD) is an important organ manifestation of many autoimmune diseases (AID). The management of ILD in different types of AID is described. METHODS:This review is based on pertinent publications retrieved by a search in PubMed, with particular emphasis on meta-analyses and randomized controlled trials, supplemented by guidelines, expert consensus statements, and the authors' clinical experience. RESULTS:The prevalence of ILD among patients with inflammatory rheumatic systemic diseases ranges from 7% to 50% (7-15% in rheumatoid arthritis, 44-50% in systemic sclerosis, and 33-50% in idiopathic inflammatory myopathies). ILD is much less common in organ-specific types of AID (e.g., multiple sclerosis). ILD takes a progressive, fibrosing course in 16-40% of cases. If the patient's history or clinical manifestations suggest the possibility of ILD, pulmonary function tests and thin-slice computed tomography of the lung (high-resolution computed tomography, HRCT) should be performed. Patients with types of AID associated with a high prevalence of ILD should undergo regular pulmonary function testing in addition to directed history-taking and lung auscultation. Pulmonary HRCT should be performed on initial diagnosis of an AID. Invasive measures are needed only to resolve differential diagnostic uncertainty. The pharmacotherapy of ILD is initially oriented toward the immune-modulating or immunosuppressive treatment of the underlying disease. Antifibrotic treatment is given in addition in cases of progressive pulmonary fibrosis. The management of ILD should ideally be decided on by an interdisciplinary ILD board. The prognosis of ILD depends on that of the underlying disease; ILD is associated with elevated mortality. CONCLUSION:ILDs are critical manifestations of a variety of systemic autoimmune and inflammatory rheumatic diseases. Early recognition and targeted pharmacotherapy optimize the clinical outcome.
Chronische Nierenerkrankungen betreffen mehr als 10 % der Weltbevölkerung und belasten das Gesundheitssystem und den individuellen Patienten erheblich. Um die Pathophysiologie dieser Erkrankungen adäquat zu erfassen, ist ein Verständnis der Mechanismen essenziell. Dieser Beitrag fasst zentrale Mechanismen der Krankheitsprogression zusammen, die bei jeder Nierenerkrankung, unabhängig von ihrer Ätiologie eine zentrale Rolle spielt, und stellt relevante wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die für das Verständnis von Bedeutung sind.