Schorr, M.; Siebeck, M.; Welcker, K.; Czwienzek, E.; Gippner-Steppert, C.; Waydhas, C.; Eibl-Eibesfeldt, B.; Waldner, H.; Jochum, M.; Redl, H. Author Information
Retrospektiv wurden die Krankenakten von 29 Patienten untersucht, bei denen eine schwere Pankreatitis und eine Sepsis gesichert waren. In 55% der Fälle lag eine akute Pankreatitis, in 45% der akute Schub einer chronischen Pankreatitis vor. Folgende Faktoren waren signifikant mit einer höheren Letalität verbunden: 2 oder mehrere Vorerkrankungen, Vorliegen einer akuten Pankreatitis, Auftreten weiterer intraabdominaler Komplikationen wie Kolonperforation und intraabdominale Blutungen. Tendenziell mit einer höheren Letalität verbunden waren: ein Alter über 60 Jahre, eine biliäre Ätiologie, infizierte Pankreasnekrosen, eine diffuse Peritonitis.
The records of 29 patients with severe pancreatitis and sepsis were evaluated retrospectively. In 55% an acute pancreatitis and in 45% an acute attack of chronic pancreatitis were diagnostizised. A significantly higher mortality was found: in patients with two or more chronic diseases, in case of an acute pancreatitis, in case of additional intra-abdominal complications such as perforation of the colon or intra-abdominal bleeding. Patients over 60 years did not show a significantly higher mortality rate. Furthermore biliary pancreatitis, infected pancreatic necrosis and diffuse peritonitis had no significant effect on the overall mortality rate.
From October 1990 to October 1992 the first 23 laparoscopically operated patients were recorded. 11 patients retrospectively including a supplementary questioning to missing data, 12 patients prospectively with a follow-up 6-8 weeks later. They were compared with 35 from April 1991 to April 1992 conventionally operated and prospectively observed patients. Laparoscopy was performed on patients with subacute clinical signs. The median age was comparable. Acute appendicitis was histologically confirmed in 18% of the laparoscopically and in 80% of the conventionally operated patients. Operating time was in mean 110 minutes for laparoscopic and 65 minutes for open appendectomy. The postoperative complications for laparoscopy included 4 Douglas abscesses (2 x open and 2 x pararectal revisions), one peritonitis due to a defect Roeder-loop and an haematoma of the abdominal wall. One case of wound infection (3%), one pericoecal abscess which needed an ileoascendostomy and a postoperative fatigue syndrome were recorded for open appendectomy. The postoperative return to normal diet was faster for laparoscopy. Return to normal bowel habits, the need of analgesia and the nominal analogue scales concerning pain, quality of sleep, well-being and appetite showed no obvious differences between the two operation methods. The postoperative stay was on average 6.7 days for laparoscopy and 5.6 days for the open operation. The results show the severe complications which may happen when introducing this new operation method. The laparoscopic appendectomy should only be performed electively in subacute appendicitis or when diagnostic exploration shows an inflamed appendix. Careful rinsing of the operation site and perioperative antibiotic treatment are mandatory. We made good experiences when using a stapler for the removal of the appendix.
Eine sorgfältig durchgeführte Operation erfordert vom Chirurgen sowohl die richtige Entscheidungsfindung wie auch handwerkliche Geschicklichkeit. Aufgrund der steigenden Anzahl von Ärzten in Weiterbildung zum Chirurgen sind die persönlichen Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln, reduziert. Eine Möglichkeit, die chirurgisch-handwerklichen Fertigkeiten in dieser Situation zu verbessern, stellen praktische Übungskurse an Modellen dar, wie etwa die Übungskurse der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese oder die Nahtkurse der Arbeitsgruppe für Gastroenterologische Chirurgie in Davos. Nach diesem Vorbild wurde für die Assistenten an unserer Klinik ein Kurs eingerichtet zur Naht von Darmanastomosen. Ziel des Übungskurses war es, die theoretischen Kenntnisse und die chirurgisch-handwerkliche Geschicklichkeit bei den Kursteilnehmern zu verbessern, und als Fernziel eine Verringerung der klinischen Komplikationsrate.
Der Wert der endorektalen Ultraschallunterschung bei pelvinen und perirektalen Infektionen wurde untersucht.Seit 1988 wurden 56 Untersuchungen durchgeführt. Dargestellt wurden Douglas-Abzesse, Anastomoseninsuffizienzen, komplizierte Abszesse wie hohe Rektumwandabszesse, hohe pararektale Ausdehnung bei Intersphinkterabszessen, Ischiorektalabszesse und chronische Fistelungen bei M.Crohn mit teils ausgedehnten perirektalen Flüssigkeitsansammlungen. Es ergab sich für die ersten 29 Untersuchungen eine Sensitivität von 100%, eine Spezifität von 87%, ein positiver Vorhersagewert von 88% und ein negativer Vorhersagewert von 100%.Die Untersuchungemethode kann zur Routinediagnostik empfohlen werden.
Die Indikation zur Adrenalektomie leitet sich beim Incidentalom der Nebenniere von einer Hormonaktivität und vom Malignitätsrisiko ab. Bei 18 Patienten fanden sich zwei Phaechromozytome (3 und 5 cm Durchmesser), einmal mit subklinischer Hormonbildung, und drei maligne Tumore, ein Nebennierenrindenkarzinom, eine Metastase und ein Lymphom. Die malignen Tumore waren größer als 5 cm. Bei Tumoren < als 3 cm handelt es sich in der Regel um benigne Tumore. Sie sollten beobachtet werden. Bei größeren Tumoren besteht eine relative Operationsindikation aufgrund des Malignitätsrisikos.
Zur Therapie der Gallenwegstenose bei chronischer Pankreatitis hat sich die biliodigestive Anastomose allein oder im Rahmen einer Whipple-Operation bewährt. In neuerer Zeit ist die duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion zur Behandlung der chronischen Kopfpankreatitis propagiert worden [1, 2]. Anhand unseres Krankengutes sollte der Frage nachgegangen werden, ob die Dekompression des Ductus choledochus bei der duodenumerhaltenden Kopfresektion die Cholostase dauerhaft beherrschen kann.
The acute reactions of vasoactive intestinal polypeptide (VIP)-containing neurons in the myenteric plexus of the rat jejunum in response to circumferential clamping or transection/reanastomosis were evaluated in a detailed time course of up to ten days. Whereas in sham-operated controls VIP immunostaining was confined exclusively to varicose fibers, either clamping or transection induced the appearance of strongly VIP-immunoreactive beaded neuronal processes and neuronal perikarya in the oral part of the lesion one day postoperatively. After five days strongly immunostained varicose fibers orientated in the longitudinal axis of the gut towards the lesion reappeared suggestive of the onset of regenerative processes.
Thoracic manifestations of internal pancreatic fistulas are rare. During the last 8 yr, we have treated one patient with a mediastinal pseudocyst, three patients with pancreaticopleural fistulas, and one patient with a pancreaticobronchial fistula. Recurrent pleural effusions represent one of the main clinical features in this entity, and can often lead to false diagnoses. Determination of pancreatic enzyme activity, as well as the combination of ultrasonography, computerized tomography, and endoscopic retrograde cholangiopancreatography (ERCP), enable the establishment of the diagnosis. A complete pancreatic evaluation is the rationale for an adequate and efficient therapy which should always aim at a focal assentation.
Bei der regionalen Chemotherapie führt eine Reduktion der arteriellen Flußrate zu einer größeren Konzentrations/Zeitfläche im Zielorgan. Mir diesem Ziel werden vasoaktive Substanzen, auflösbare Stärkemikrosphären oder Ballonkatheter eingesetzt. Ob jedoch Tumore in einer Phase partieller oder vollständiger Ischämie nach arterieller Flußreduktion auch pharmakodynamisch vermehrt vulnerabel sind, ist nicht unumstritten und noch kaum untersucht. In vitro Untersuchungen zeigen für Mitomycin C (MMC) eine synergistische Wirkung mit Hypoxie (3). In vivo Untersuchungen liegen nicht vor. Im Tiermodell an einem soliden Carcinom prüften wir folgende Hypothesen: 1. MMC wirkt verstärkt, wenn es auf einen ischämischen Tumor einwirkt. 2. Es besteht eine Wirkungsabschwächung, wenn MMC nach Ende einer Ischämie und nach Abschluß der Reperfusion unter aeroben Bedingungen gegeben wird.
Bei Patienten mit malignem Gallenwegsverschluss besteht eine Möglichkeit zur Palliation in der PTCD. Um die Nachteile der Methode zu reduzieren, haben wir in geeigneten Fällen den äusseren Schenkel des Drainage-Katheters mit einem Injektionsport verbunden und subcutan implantiert. Auch ohne äussere Drainage kann der Katheter somit über den Port gespült werden. Bei den 10 bisher implantierten Ports kam es zu keiner Lumenverlegung. Um das Infektionsrisiko nicht zu erhöhen, ist die Anlage der PTCD und die Implantation in der gleichen Sitzung notwendig.
Ein neues Verfahren zur zeitlich kontrollierten prolongierten kompletten arteriellen Occlusion der Leber durch enzymatisch auflösbare Stärkemikrosphären (SPHEREX R) wurde entwickelt. Derzeit werden Occlusionszeiten von 180–240 min erzielt. Schmerzen und kardiopulmonale Veränderungen während der Embolisation machen eine Vollnarkose notwendig. Zeichen der ischämischen Leberschädigung waren transient. Einblutungen, Zusammenbruch der Tumorgefässver-sorgung und kurzfristige CEA Anstiege weisen auf die ischämische Tumorschädigung. Bei 9/13 (69%) mit nicht resektablen isolierten Lebermetastasen eines Colorectalcarcinoms zeigte sich in Kombination mit einer i.a. Chemotherapie (5-FU 30 mg/kg KG x5 alle 4 Wo.) eine Remission, darunter 2 Vollremissionen (mediane Überlebenszeit 16,5 + Mo.).