Der Arbeitskreis Forum 13+ ist ein unabhängiges Gremium von Expertinnen und Experten aus deutschen Bibliothekskonsortien als Akteuren der überregionalen Lizenzierung, von Open-Access-Infrastrukturprojekten, Universitätsbibliotheken, des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) und des Allianz-Schwerpunkts „Digitalität in der Wissenschaft“. Die Aktivitäten der Gruppe konzentrieren sich auf Open-Access-Transformationsverträge. Neben der Entwicklung von Leitlinien und Standards für die Modellierung solcher Abschlüsse steht die Begleitung von Verhandlungsprojekten im Vordergrund, die dezentral und eigenständig durch die im Arbeitskreis vertretenen Akteure im Rahmen ihrer jeweiligen Mandate und gegebenenfalls in Teams geführt werden. Schließlich soll auch ein strategischer Beitrag zur Open-Access-Transformation geleistet werden. Der Allianz-Schwerpunkt, aus dem die Gruppe ursprünglich hervorgegangen ist, unterstützt Forum 13+ und versteht den Arbeitskreis im Verhältnis zu DEAL als komplementäre und wissenschaftspolitisch gleichermaßen bedeutsame Initiative, mit der Open-Access-Strategie der Allianz als gemeinsamem Bezugsrahmen. Die Arbeit von Forum 13+ konzentriert sich in Abgrenzung zu DEAL auf die Open-Access-Transformation von Angeboten kleinerer und mittelgroßer Verlage und Fachgesellschaften. Für diese Publikationsdienstleister steht der Arbeitskreis als Anlaufstelle bei Transformationsvorhaben zur Verfügung. Der Beitrag stellt den Arbeitskreis mit seinen Mitgliedern, der Arbeitsweise und der Verortung im überregionalen Kontext der Verhandlung von Open-Access-Transformationsverträgen vor – auch im Verhältnis zu DEAL. Darüber hinaus wird am Beispiel konkreter Arbeitsergebnisse und Verhandlungsprojekte ein Einblick in die praktische Arbeit von Forum 13+ mit den speziellen Herausforderungen eines sich wandelnden Publikationsmarktes gegeben.
Zusammenfassung Dieser Bericht über die Implementierung der cloudbasierten Bibliotheksmanagement- und Discovery-Lösung Alma & Primo VE von Ex Libris an der Bayerischen Staatsbibliothek beleuchtet die für dieses Großprojekt spezifischen bis einzigartigen Aspekte. Sie ergeben sich aus der Größe und zum Teil besonderen Art des Bestands, der arbeitsteiligen Organisation von Geschäftsgängen, den überregionalen Aufgaben der Bibliothek und ihrer gemeinsamen Nutzerschaft mit der Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München.
DeepGreen ist ein Service, der es teilnehmenden institutionellen Open-Access-Repositorien,Open-Access-Fachrepositorien und Forschungsinformationssystemen erleichtert, fur sie relevante Verlagspublikationen in zyklischer Abfolge mithilfe von Schnittstellen Open Access zur Verfugung zu stellen. Die entsprechende Bandbreite an Relationen zwischen den Akteuren, diverse lizenzrechtliche Rahmenbedingungen sowie technische Anforderungen gestalten das Thema komplex. Ziel dieser Handreichung ist es, neben all diesen Themen, die begleitend beleuchtet werden, im Besonderen Empfehlungen fur die reibungslose Nutzung der Datenubertragung zu liefern. Auserdem werden mithilfe einer vorangestellten Workflow- Evaluierung Unterschiede und Besonderheiten in den Arbeitsschritten bei institutionellen Open-Access-Repositorien und Open-Access-Fachrepositorien aufgezeigt und ebenfalls mit Empfehlungen angereichert.
Mit dem DFG-geforderten Projekt DeepGreen soll eine automatisierte, rechtssichere Losung entwickelt werden, um Artikeldaten von wissenschaftlichen Verlagen abzuholen und anschliesend, nach Ablauf etwaiger lizenzrechtlicher Embargofristen, an berechtigte Repositorien zu verteilen und somit in den Open Access zu uberfuhren. Dabei liegt der Fokus auf den DFG-geforderten und uberregional verhandelten Allianz-Lizenzen, mit spezieller Open-Access-Komponente. Die vorliegende Handreichung richtet sich speziell an die Betreiber institutioneller Repositorien und stellt Empfehlungen und einen Workflow bereit, um eine erfolgreiche Veroffentlichung, der durch die DeepGreen-Datendrehscheibe zugeordneten Artikel, zu ermoglichen. Die Handreichung basiert auf den bisherigen Erfahrungen der DeepGreen-Projektbeteiligten.
The project DeepGreen aims to realise better usage of green open access publication rights with regard to Alliance Licenses in Germany (https://www.nationallizenzen.de/open-access). Together with publishers who offer Alliance Licenses and authorized libraries, the project group intends to develop a prototype of a nearly fully automated workflow that covers the delivery of data from the publishers, including the article full texts, as well as the process of loading data into the institutional repositories of licensees. Further information about the project can be found within ZIB-Report 15-58, urn:nbn:de:0297-zib-56799. In order to become acquainted with publishers’ processes for exchanging documents and metadata, the project group developed a questionnaire for an online survey. The publishing of this questionnaire is intended to demonstrate relevant aspects of the issue (e. g. methods of data exchange, protocols and interfaces) and to foster reuse of valuable questionnaire elements. The XML-file can be reused as a template, the PDF-file reproduces the original survey layout.
In 2011, important priorities were set to realize green publications in the open access movement in Germany. With financial support from the German Research Foundation (DFG), libraries negotiated Alliance licenses with publishers that guarantee extensive open access rights. Authors of institutions, that have therewith access to licensed journals, can freely publish their articles immediately or after a short embargo period in a repository of their choice. However, authors hesitantly use these open access rights. Also libraries – as managers of institutional and subject based repositories and thus legitimated representatives for the authors – only rarely make use of these rights. The aim of DeepGreen is to make the majority of those publications available online. Together with publishers of the Alliance licenses, the project consortium wants to develop a nearly fully automated workflow that covers both the delivery of data, including the full texts, of the publishers, as well as the data transformation to the necessary import formats and the loading process into the repositories. An intermediate “publication router” will serve as a distribution platform. The DeepGreen metadata schema contains metadata properties describing a wide range of deliverable bibliographic metadata from the Alliance license publishers (most common standards are JATS and CrossRef XML) as well as its compliance with technical, quality and metadata standards of the repositories. The schema includes required metadata elements and optional properties providing additional information.The metadata schema is aligned to the OCLC repository best practices (“Best Practices for CONTENTdm and other OAI-PMH compliant repositories: creating sharable metadata”, URL: http://www.oclc.org/content/dam/support/wcdigitalcollectiongateway/MetadataBestPractices.pdf). The current version of the schema is subject to changes as the functional requirements and workflow practices are evolving during the project experiences and prototype production.
Das Arbeiten mit digitalen Veröffentlichungen und Daten in Forschung, Lehre und Studium erfordert eine kontinuierliche und möglichst störungsfreie Verfügbarkeit dieser Inhalte. Bei Publikationen, die von wissenschaftlichen Fachverlagen lizenzpflichtig vertrieben werden, können verschiedene Typen von Störungsfällen wie temporäre oder längerfristige Ausfälle von Verlagsservern, der Transfer von Zeitschriftentiteln zu anderen Verlagen, das komplette Ausscheiden von Verlagen aus dem Markt oder die Abbestellung der elektronischen Ressourcen durch die lizenznehmende Einrichtung zu Zugriffsunterbrechungen führen. Das DFG-Projekt „Nationales Hosting elektronischer Ressourcen“ (NatHosting) untersucht, wie unter Berücksichtigung bereits existierender Lösungsansätze eine nationale Strategie zur Absicherung des dauerhaften Zugriffs auf digitale Publikationen entwickelt werden kann. Das vom Projekt erarbeitete Lösungskonzept umfasst eine zweigleisige Strategie der Teilnahme eines nationalen Konsortiums bei Portico bei gleichzeitigem Aufbau eines „Private LOCKSS Networks“ für die durch Portico nicht abgedeckten Inhalte. Weitere Komponenten sind der Aufbau eines rechnergestützten Rechtemanagements und die Einrichtung einer „Hosting-Agentur“ mit Koordinationsaufgaben für das nationale Hosting. In order to work with digital publications and data in a reliable and sustainable way, researchers need to be sure that access to and immediate availability of the content is provided continuously and free of faults. An interruption of access to licensed content can occur for various reasons such as temporary or long-term breakdown of publishers’ servers, the transfer of journals to another publisher, the withdrawal of publishers from the market or the termination of electronic resource subscriptions by the licensee. Against the background of existing solutions, the project NatHosting (National Hosting of Electronic Resources) aims at formulating a national strategy to solve the issue of ensuring perpetual access to licensed content. The project proposes a twin-track approach with both Portico membership of a national consortium as well as the implementation of a Private LOCKSS Network for content not covered by Portico. Other components of the concept would include computer-aided rights management as well as the establishment of a hosting agency for coordination tasks.