Introduction Probe-based confocal laser endomicroscopy (p-CLE) is a method for intravital visualization of mucosal changes. Due to the size of the endoscopes it was mainly used in the gastrointestinal tract so far. First investigations on head and neck carcinoma described the oropharyngeal application. The further miniaturization of the laser probe now allows for endonasal application and thus first experiences with the investigation of endonasal neoplasms. Based on the malignancy criteria validated in the oropharynx, it will now be investigated whether these can be transferred in a similar way to endonasal mucosa.
Einleitung Die p-CLE (probe-based confocal laser endomicroscopy) ist eine Methode zur Visualisierung von Schleimhautveränderungen, die bisher ob der Größe der verwendeten Endoskope vorallem im Magen-Darm-Trakt eingesetzt wurde. Erste Untersuchungen zeigten die Anwendung bei Oropharynxkarzinomen. Die Miniaturisierung der Sonde ermöglicht nun die endonasale Applikation und somit erste Erfahrungen mit der Untersuchung endonasaler Raumforderungen zu sammeln. Anhand der im Oropharynx validierten Malignitätskriterien soll nun untersucht werden, ob sich Diese in ähnlicher Weise auf die endonasale Schleimhaut übertragen lassen. Methoden: Wir verwendeten die p-CLE (Cellvizio®, Paris, Frankreich) mit intravenöser Fluoreszeinfärbung im Rahmen endoskopischer Nebenhöhleneingriffe bei Patienten mit Polyposis und unterschiedlichen Neubildungen der Nasenhaupt-und –Nebenhöhlen und verglichen die Bilddokumentationen pathologischer Veränderungen mit denen gesunder Schleimhaut. Ergebnisse: p-CLE ermöglicht eine endonasale Malignom-Diagnostik anhand bildmorphologischer Kriterien in Analogie zur klassischen histologischen Untersuchung. Die Methode erlaubt des Weiteren eine Beurteilung anhand zusätzlicher Kriterien, die sich aus der veränderten Kinetik des verwendeten Farbstoffs in neoplastischem Gewebe ergeben. Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass die endonasale Applikation der p-CLE eine wertvolle Erweiterung des bisher verfügbaren diagnostischen Repertoires um eine zusätzliche real-time-Analyse der Schleimhäute darstellt. Dies ist insbesondere in chirurgisch herausfordernden anatomischen Bereichen wie dem Nasennebenhöhlensystem von großem Wert.
Vier Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an Nahrungsmittelallergien (IgE vermittelt). Ziel der vorliegenden Studie war die Wertigkeit eines neuen endoskopischen Verfahrens (Endomikroskopie) für die in-vivo Allergietestung von Nahrungsbestandteilen zu untersuchen.
Zusammenfassung Einleitung: In der klinischen Praxis wird der Endoskopiker immer wieder mit Fremdkörpern im Gastrointestinaltrakt konfrontiert. Der Versuch einer endoskopischen Bergung sollte bei potenziell penetrierenden Fremdkörpern erfolgen. Hierzu existieren verschiedene endoskopische Techniken. Im Gegensatz zu Fremdkörperbergungen aus dem oberen Gastrointestinaltrakt werden Entfernungen aus dem mittleren und tiefen Dünndarm nur sehr selten berichtet. Fallbericht: Wir stellen den Fall einer Patientin vor, die eine geöffnete Sicherheitsnadel verschluckt hatte, welche mittels Doppelballonenteroskopie (DBE) unter Anwendung eines dünnen Enteroskops mit dickem Übertubus aus dem Jejunum entfernt werden konnte. Schlussfolgerung: Unser Fallbericht beschreibt eine sichere Möglichkeit, potenziell penetrierende Fremdkörper aus dem tiefen Dünndarm durch Einziehen in den Übertubus eines DBE zu bergen. Es erscheint ratsam, bei radiologischem Nachweis eines potenziell penetrierenden Fremdkörpers im Dünndarm primär ein Ballonenteroskopiesystem zum Bergungsversuch einzusetzen.
Einleitung In der klinischen Praxis wird der Endoskopiker immer wieder mit der Ingestion von Fremdkörpern im Gastrointestinaltrakt konfrontiert. Obwohl 80% der Fremdkörper auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden werden, sind endoskopische Interventionen bei 76% der Patienten und chirurgische Maßnahmen bei 16% der Fälle notwendig. Die Entfernung von Fremdkörpern aus dem Dünndarm ist selten. Mit der Doppelballonenteroskopie (DBE) gelang es u.a. Videokapseln und Zahnteile mit Schlinge oder Dormiakörbchen zu bergen. Wir stellen den Fall einer Patientin vor, die eine geöffnete Sicherheitsnadel geschluckt hatte, welche mittels DBE unter Anwendung eines dünnen Enteroskops mit dickerem Übertubus aus dem Jejunum entfernt werden konnte.
Introduction: The ingestion of foreign bodies is a frequently observed problem in daily clinical practice. In order to avoid complications such as perforation, endoscopic removal of potentially penetrating foreign bodies should be attempted quickly. The use of various endoscopic techniques has been reported for this purpose. However, extraction of foreign bodies from the mid gastrointestinal tract has rarely been reported.Case Report: We present the case of a patient who had swallowed a safety needle which could safely be removed from the jejunum by means of double-balloon enteroscopy (DBE). The combination of a thin p-type enteroscope with a thick t-type overtube was used in order to improve the manoeuvrability of the endoscope. The needle was pulled into the overtube which served as a protective shield during the retrieval of the endoscope.Conclusion: Our case report describes the potential of removing foreign bodies from the deep small bowel by pulling them into the overtube of a double-balloon enteroscope. If the suspicion of foreign body impaction in the small bowel is made, it may be advisable to primarily choose a balloon enteroscopy system. Through this, quick and deep insertion can be combined with a safe removal of the foreign body.
Correction of complex facial scars frequently requires individualized, multimodal strategies, which are composed of various therapeutic measures. This report provides information on techniques for correction of contractures, atrophic scars, scars within hair-bearing regions of the face and auricular keloids. Additionally, we present adjuvant procedures in a subject-related manner.
Die Korrektur komplexer Narben im Gesichtsbereich erfordert individuell angepasste, oft multimodale Therapiekonzepte. Der vorliegende Beitrag erläutert unterschiedliche Techniken zur Korrektur von Kontrakturen, atrophen Narben, Narben in behaarten Gesichtsbereichen und Keloiden im Bereich der Ohrmuscheln. Darüber hinaus werden adjuvante Verfahren innerhalb der einzelnen Themenkomplexe vorgestellt.
Spindelzellige Lipome des Mundbodens bzw. des Pharynx sind ein seltener Phänotyp unter den Tumoren des Weichgewebes. Sie müssen bei der differenzialdiagnostischen Abklärung von Schwellungen im Nasen-Rachen-Raum berücksichtigt werden. Wir berichten über ein spindelzelliges Lipom im Bereich des Mundbodens bei einem 69-jährigen Mann. Aufgrund der typischen makroskopischen und histologischen Merkmale sowie der Bewertung der bildgebenden Verfahren lässt sich das spindelzellige Lipom von den in diesem Beitrag aufgeführten Differenzialdiagnosen abgrenzen.
This article reports the case of a 14-year-old boy who was presented in the case conference with symptoms of decreased visual acuity, scintillating scotomas and photophobia. Physical examination revealed right facial paralysis, parotid gland swelling, high fever and poor general condition. Ophthalmoscopy revealed anterior and posterior uveitis including macular edema and chorioretinal infiltrates. Angiography revealed a dense pattern of hyperfluorescent lesions and these observations resulted in the diagnosis of Heerfordt syndrome. Under systemic prednisolone therapy, symptoms were reduced and visual acuity recovered.
Ein 14-jähriger Junge berichtete über eine plötzliche Visusminderung, Flimmerskotome und Blendungsempfindlichkeit. Die körperliche Untersuchung ergab eine Fazialisparese rechts, Parotisschwellung beidseits, hohes Fieber sowie eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Neben einer milden Uveitis anterior bestanden ein Makulaödem, ausgeprägte chorioretinale Infiltrate sowie in der Angiographie multiple Hyperfluoreszenzen beidseitig. Es ergab sich die Diagnose eines Heerfordt-Syndroms. Unter systemischer Prednisolon-Therapie kam es zu einer deutlichen Besserung der Symptomatik einschließlich einem Visusanstieg.