Die vorliegende Umfrage zur Versorgungsrealität des vaskulären Traumas in Deutschland ist eine Folgebefragung zu einer im Jahr 2022 erstmalig durchgeführten Erhebung. Von 11. Juli 2025 bis zum 27. August 2025 wurden alle DGG-Mitglieder zur Teilnahme an einer anonymisierten Onlinebefragung über SurveyMonkey® eingeladen. Der Fragebogen erfasste Strukturmerkmale der Kliniken, Versorgungsvolumina, praktische Erfahrungen und erfolgte Fortbildungsmaßnahmen. Von 3120 DGG-Mitgliedern beteiligten sich 10,1
To evaluate whether machine learning (ML) methods (Elastic Net (EN), eXtreme Gradient Boosting (XGBoost), Feed Forward Neural Net (FNN)) can improve claims-based inpatient quality measurement by Logistic Regression. This retrospective cohort study used German claims data from the years 2015-2021. The study population encompassed inpatient cases of acute myocardial infarction ( n = 165,130) and proximal humerus fracture ( n = 34,912), for which quality related outcomes were assessed. The performances of risk adjustment models based on machine learning methods (EN, XGBoost, FNN) were compared to stepwise backwards Logistic Regression by Receiver Operating Characteristics-Area under the Curve (ROC-AUC), Precision Recall-Area under the Curve (PR-AUC), Brier Score (BS). The institution-specific quality was measured by Standardised Mortality Ratios (SMR) which were used to visualise the impact of the tested methods on quality assessment. For most of the outcomes none or only marginal gains were found for the machine learning methods. Highest gain in model performance showed the FNN in comparison to Logistic Regression with a gain in ROC-AUC of 2.4%, in PR-AUC of 4.5%, and slightly in the BS with a loss of 0.007. The FNN was followed by XGBoost with a gain in ROC-AUC of 2.3%, anyhow this improvement was not reflected in a lower BS. None of the machine learning methods tested is generally superior for creating quality indicators. Marginal gain in model performance should not be the main basis for choosing an adequate method; instead, interpretability should be emphasised, especially when dealing with new datasets with little knowledge of important risk factors.
Zusammenfassung In den Paramedic-Systemen des Vereinigten Königreichs, der Niederlande und Skandinaviens gibt es häufig die Möglichkeit, Prozesse und Ergebnisse der Notfallversorgung ohne und mit notärztlicher Unterstützung in einer Region miteinander zu vergleichen. Vorteile einer notärztlichen Präsenz am Einsatzort werden dort bei der Durchführung hochinvasiver Maßnahmen (z. B. Einleitung einer Notfallnarkose) oder bei der Behandlung hochkomplexer Fallsituationen (z. B. bei Polytrauma) erkannt, ebenso bei Entscheidungen am Lebensende unter Wertung ethischer Aspekte. In Regionen, wo aus strukturellen Gründen ein notarztgestütztes Team nicht immer kurzfristig an den Einsatzort gelangen kann, kommen die Autoren vergleichender Studien vielfach zur Empfehlung einer Standortverdichtung und Ausweitung der Notarzt-Disposition.
ZusammenfassungDie Voraussetzungen der Universitätskliniken in Deutschland verändern sich. Gerade in operativen Fächern wird es schwieriger, die 3 Säulen der Universitätsmedizin – Klinik, Forschung und Lehre – adäquat zu bedienen. Ziel der vorliegenden Umfrage war es, den Status quo der universitären Allgemein- und Viszeralchirurgie ermitteln, um eine Grundlage für Lösungsvorschläge zu bieten.Für diese Onlineumfrage wurden 1505 viszeralchirurgische Ärzt*innen an den 38 Universitätskliniken kontaktiert. Der Fragebogen beinhaltete 29 Fragen zur Klinikstruktur, zur wissenschaftlichen Motivation, zu Möglichkeiten der Freistellung und zur Wertschätzung der akademischen Leistungen. Ebenso wurden Art und Umfang der Lehrveranstaltungen sowie die Vorbereitung hierauf ermittelt. Hinsichtlich der Krankenversorgung wurden Art und Anzahl von Diensten sowie der Ablauf der chirurgischen Weiterbildung untersucht.Durch die online veröffentlichten Daten der einzelnen Kliniken hinsichtlich Anzahl, Geschlecht, Position und akademischem Titel der beschäftigten Ärzt*innen konnte eine Demografie der universitären Viszeralchirurg*innen erstellt werden. An der Umfrage nahmen 352 Viszeralchirurg*innen teil, was einer Rücklaufquote von 23,4% entspricht. Es antworteten 31 Direktor*innen, 116 Oberärzt*innen, 252 Fachärzt*innen und 138 Assistenzärzt*innen. Von den Teilnehmenden waren 93,5% wissenschaftlich tätig, der Großteil im Bereich der klinischen Datenerhebung. Viele gaben an, auch in der translationalen und/oder experimentellen Forschung aktiv zu sein, während die Lehrforschung selten benannt wurde. Während ihrer Regelarbeitszeit wissenschaftlich arbeiten zu können, wurde von 45% bejaht. Die Honorierung dieser Tätigkeit gestaltete sich meist in Form von Freistellung für Kongresse und klinischer Wertschätzung. Die meisten Teilnehmenden waren an 3–4 Lehrveranstaltungen pro Woche beteiligt, wobei 24,4% angaben, darauf nicht adäquat vorbereitet zu werden.Die Vereinbarkeit der klassischen 3 Säulen Klinik, Forschung und Lehre besitzt weiterhin eine hohe Relevanz. Unter den teilnehmenden Viszeralchirurg*innen besteht eine hohe Motivation, trotz zunehmenden ökonomischen Druckes Forschung und Lehre nicht zu vernachlässigen. Es müssen allerdings Strukturen geschaffen werden, um Engagement in Forschung und Lehre zu honorieren und strukturiert zu fördern.