
Die Versorgung von Patienten in der direkten Sterbephase ist in der Intensivpflege besonders anspruchsvoll. Dazu gehört auch die palliative Extubation, die deutlich über technische Aspekte hinausgeht. Der folgende Beitrag schildert, welche Strukturen nötig sind, wie Angehörige beteiligt werden können und wie eine interprofessionelle Zusammenarbeit aussehen muss, um die Versorgung der Betroffenen in dieser Phase bestmöglich zu gestalten.
Drei Wochen lang habe ich als Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie ehrenamtlich in der PACU (Post Anesthesia Care Unit) auf einem Hospitalschiff der Hilfsorganisation Mercy Ships gearbeitet. Der folgende Beitrag soll einen Blick hinter die Kulissen einer der weltweit größten schwimmenden Krankenhauseinheiten gewähren. Durch die Verbindung aus fachlicher Expertise und persönlicher Erfahrung erhält der Artikel eine authentische Perspektive, die sowohl inspirieren als auch informieren soll.
Die Intensivmedizin verfolgt mit Maximaltherapie das Ziel einer Genesung, häufig unter Inkaufnahme von Einschränkungen der Lebensqualität. Bei Intensivpatient*innen mit kritischen Erkrankungen kann die Einbindung der Palliativversorgung hilfreich sein, um die physischen, psychischen, sozialen und spirituellen Symptomebenen multiprofessionell zu adressieren. Studien zeigen positive Auswirkungen, sodass Empfehlungen ausgesprochen wurden.
Intensivstationen übernehmen eine zentrale Rolle des Gesundheitswesens in der Versorgung kritisch erkrankter Patienten. Die Einbindung von Angehörigen ist für Fachpersonen des Gesundheitswesens dabei eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, die mit intensiven emotionalen Belastungen, komplexen Entscheidungsprozessen und organisatorischen Anforderungen einhergeht. Der Beitrag untersucht Einflussfaktoren auf die Umsetzung familienzentrierter Pflege in Erwachsenen-Intensivstationen, beleuchtet strukturelle sowie interprofessionelle Rahmenbedingungen und diskutiert sowohl förderliche als auch hemmende Aspekte der aktiven Familienbeteiligung.
Delirien zählen zu den häufigsten Komplikationen auf pädiatrischen Intensivstationen und erfordern Prävention, Identifikation und Behandlung. Screening- und Assessmentinstrumente sind unverzichtbar, um ein Delir schnellstmöglich zu identifizieren. Dieser Beitrag bietet einen Überblick über die aktuell in der akutstationären Versorgung genutzten Instrumente zur Identifikation des pädiatrischen Delirs.
Leben mit invasiver Beatmung bedeutet, täglich mit existenzieller Angst zu leben – oft über Jahre im häuslichen Umfeld. Pflege steht dabei im Zentrum: Sie ist häufig die einzige Konstante im Alltag der Betroffenen und trägt wesentlich dazu bei, Angst zu erkennen, zu lindern und Sicherheit zu schaffen. Dieses Scoping Review verknüpft empirische Erkenntnisse mit theoretischen Zugängen, um Wege aufzuzeigen, wie Pflege dieser Angst begegnen kann.
Zunehmende Komplexität im klinischen Alltag sowie die potenzielle Gefährdung durch interne Gefahrenlagen – etwa durch Brände – erfordern eine gezielte Vorbereitung des Gesundheitspersonals. Simulationstrainings bieten die Möglichkeit, realitätsnahe Szenarien unter kontrollierten Bedingungen zu trainieren. In der Fachweiterbildung Notfallpflege bilden diese Übungen eine wertvolle Ergänzung zur Theorie und fördern die Handlungskompetenz in außergewöhnlichen Lagen.
Die invasive Beatmung ist längst unverzichtbarer Bestandteil der Intensivmedizin, birgt jedoch erhebliche Risiken. Um Schäden durch ungeeignete Strategien zu vermeiden, sind evidenzbasierte Leitlinien wie die S3-Leitlinie „Invasive Beatmung und Einsatz extrakorporaler Verfahren bei akuter respiratorischer Insuffizienz“ entscheidend. Deren Integration in die Fachweiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege sichert Qualität, Patientensicherheit und aktuelles Fachwissen.
Gewalterfahrungen sind im Gesundheitswesen Alltag. Oft wird dabei jedoch nur physische Gewalt benannt. Psychische, verbale und sexuelle Gewalt sind jedoch auch weit verbreitet. Dies gilt besonders für Akutabteilungen wie Notfall- und Intensivstationen. Gewalt hat gravierende Folgen für Mitarbeitende und Patient*innen. Dieser CNE Schwerpunktbeitrag soll Häufigkeit, Ursachen und Risiken ebenso beleuchten wie rechtliche Aspekte der Gewalt. Außerdem sollen wichtige Maßnahmen zum Umgang mit Gewalt aufgezeigt werden.
Bei Beatmungsunterbrechungen kann es zu vorübergehenden Verschlechterungen der Lungenfunktion kommen, was das Risiko zusätzlicher Lungenschäden erhöhen kann. Zur Vorbeugung wird häufig eine kurzzeitige Tubusabklemmung durchgeführt. Doch wie und zu welchem Zeitpunkt gelingt das am besten? Eine Literaturrecherche gibt Aufschluss.
Wach auf der Intensivstation und invasiv beatmet – eine Situation, die Patient*innen physisch und psychisch an Grenzen bringt. Sprachlosigkeit, Kontrollverlust und Durst prägen ihr Erleben. Der Beitrag zeigt, wie durch empathische Pflege, verlässliche Kommunikation und gezielte Symptomkontrolle Ängste gelindert, Vertrauen geschaffen und so aus Hilflosigkeit Teilhabe und aus Belastung Therapieerfolg wird.
Was macht eine Intensivstation wirklich menschlich? In diesem Beitrag wird beschrieben, wie das Projekt zur Zertifizierung zur Angehörigenfreundlichen Intensivstation implementiert werden kann, welche Barrieren dabei auftreten und wie diese überwunden werden können – mit einer klaren Vision für eine menschlichere Intensivpflege und -medizin.
das neue Jahr startet, wie das alte endet: mit vielen Informationen rund um unsere Fachgesellschaft und ihre Aktivitäten. 2025 wird gefeiert: Die DGF wurde am 26. Oktober 2024 50 Jahre alt und feierte ihr goldenes Jubiläum mit einer Feststunde in Mainz. DGF-Mitglieder, ehemalige Vorstandsmitglieder und Landesbeauftragte, Ehrenmitglieder, Vertreter aus Pflegeverbänden und Politik kamen zusammen, um das Erreichte zu feiern und sich über die Möglichkeiten der Zukunft und die dafür erforderlichen Schritte auszutauschen.
Der Berufseinstieg auf der Intensivstation ist mit großen Herausforderungen verbunden. Ob sich neue Kollegen langfristig wohlfühlen, entscheidet sich meist in den ersten Monaten. Dieser Beitrag beleuchtet, wie frisch examinierte Pflegefachpersonen die Arbeit auf der Intensivstation erleben und welche Schwierigkeiten dabei auftreten.
Der World Delirium Awareness Day (WDAD) lenkt jährlich am 12. März verstärkt die Aufmerksamkeit auf das Thema Delir in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Politik und Gesellschaft 1 – so auch dieses Jahr. In diesem Kontext führte das Delir-Netzwerk e. V. sowohl im Jahr 2016 2 als auch im Jahr 2024 eine Onlinebefragung im deutschsprachigen Raum durch, die sich mit der Umsetzung des Delir-Managements 3 befasste. Dabei wurde derselbe Fragebogen mit insgesamt 19 Fragen verwendet. Im Vergleich der Ergebnisse über einen Zeitraum von acht Jahren lässt sich die Einschätzung abgeben: „Delir – wir sind auf einem guten Weg.“
Familien und Bezugspersonen von Intensivpatient*innen tragen maßgeblich zur Genesung bei, können jedoch auch herausfordernd sein. Eine familienzentrierte Pflege verbessert das Wohlbefinden von Patient*innen, erfordert jedoch klare Kommunikation und systematische Einbindung mit den Bezugspersonen. Der proaktive Ansatz zielt darauf ab, Konflikte durch gezielte Einbindung und empathische Kommunikation zu vermeiden.
Farben beeinflussen Wohlbefinden, Heilungsprozesse und Arbeitsbedingungen – das ist auch in der Intensivpflege entscheidend. Welche Farben Stress reduzieren, Vertrauen fördern und Orientierung erleichtern, beleuchtet dieser Beitrag. Er zeigt, wie eine gezielte Farbgestaltung Patienten beruhigt, Pflegende entlastet und eine heilungsfördernde Umgebung schafft.
Patientensicherheit ist ein zentrales Anliegen im Gesundheitswesen, insbesondere in hochkomplexen Bereichen wie der Intensivmedizin. Um Risiken zu minimieren und unerwünschte Ereignisse zu vermeiden, sind neben dem Risikobewusstsein Konzepte und Methoden zum Aufbau einer Sicherheitskultur wichtig. Studien zeigen, dass Fehler in der Akutversorgung, insbesondere im Intensivbereich, gravierende Auswirkungen auf die Versorgungsqualität von Patient*innen haben können. Der vorliegende Artikel beleuchtet praxisorientierte Instrumente zur Verbesserung der Patientensicherheit und stellt dazu den „Room of Horrors“, eine Debriefing-Methode und die „5 Why“-Methode vor. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Fallanalyse mit dem „Learning from Defects“-Tool, das beispielhaft zur Verbesserung der Patientensicherheit herangezogen werden kann.