ZusammenfassungRezidivvarizen an der saphenofemoralen Mün-dung (SFJ) nach Crossektomie und Stripping der Stammvene sind ein bekanntes Problem. Unter Rezidivvarikose werden Krampfadern verstan-den, die in einem zuvor behandelten Stromgebiet auftreten. Das Auftreten einer Rezidivvarikose der Stammvene nach Behandlung mit dem Radiofrequenzverfahren und deren his-topathologischen Muster sind jedoch unklar. Wir zeigen an einem Fallbericht das histopathologische Muster an einer exzidierten und reperfundierten Stammvene. Der 66-jährige Patient wurde 2007 mit Radiofrequenzablation (VNUS Closure-Plus Verfahren®) an der linken Stammvene (V. saphena magna) behandelt. Ein Jahr danach zeigten sich erneut Seitenastvarizen an der linken unteren Extremität. Duplexsonographisch zeigte sich die Vene an der SFJ rekanalisiert und dilatiert. Es erfolgte eine Crossektomie, Teilsaphenektomie und Seitenastexhairese. Dabei wurde der proximale Anteil der VSM histologisch beurteilt. Neben einer Hämatoxylin/Eosinund Elastica-van-Gieson-Färbung, wurden immunhistochemische Färbungen mit Antikörper gegen α-sma und CD 31 durchgeführt. Der Fall-bericht zeigt, dass im Anschluss einer Radiofrequenzablation ein multiluminaler Rekanalisierungsprozess mit ausgekleideten Endothel auftreten kann. Unklar ist jedoch, welcher Mechanismus und welche Faktoren zur Wiedereröffnung von behandelten Venen führen.
During the last years, a number of new devices have been developed to improve the dermal and epidermal signs of photo- and chronological skin ageing. There are well-established ablative and non-ablative skin resurfacing options using different lasers and light sources, but side effects have been observed frequently. A recently developed photorejuvenation method using non-thermal stimulation of skin cells with low energy and narrow band light has been termed photomodulation. Light emitting diodes are the ideal source of this kind of light that stimulate mitochondrial cell organelles leading to up-regulation of cytochrome electron transport pathway leading to mitochondrial DNA gene modulation. This paper reviews the most current knowledge of intrinsic and extrinsic changes of ageing and summarizes different systems for skin rejuvenation with focus on non-thermal non-ablative skin rejuvenation modalities.
Das desmoplastische Fibroblastom („kollagenfaserreiches Fibrom“) ist ein seltener gutartiger Bindegewebstumor, der langsam progredient Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen kann. Es tritt in allen Altersstufen mit einer Präferenz auf der oberen Körperhälfte auf, wobei Kinder sehr selten betroffen sind. Diese Tumoren infiltrieren meist das subkutane Fettgewebe, selten wurde über ein Übergreifen auf Faszien bzw. Muskelgewebe oder Erosionen von knöchernen Strukturen berichtet. Histologisch handelt es sich um einen fibroblastenarmen, spindelzelligen Tumor, der meist von einer Pseudokapsel umgeben wird. Zur Erfassung der Ausdehnung des Tumors kommen die Magnetresonanztomographie (MRT), die Computertomographie (CT) sowie die Sonographie zum Einsatz. Da sich makroskopisch oftmals nicht eindeutig beurteilen lässt, ob ein Tumor als maligne oder benigne einzustufen ist, sollten alle Weichgewebetumoren mit einem Randsaum im Gesunden entfernt und histologisch untersucht werden. Berichtet wird über ein desmoplastisches Fibroblastom am rechten Oberarm einer 22-jährigen Patientin unter Darstellung der klinischen und histopathologischen Befunde sowie der Therapie.
A 27-year-oldwoman presented with a progressive alopecia, persisting since two years. Examination revealed an area of cicatricial alopecia parieto-occipital, 12 x 10 cm in diameter. Histopathological examination revealed multiple hair tufts emerging from dilated follicle openings surrounded by a mixed inflammatory infiltrate and fibrosis. Results of bacteriologic examination of pus extruding from the dilated follicular ostia revealed Staphylococcus aureus. The patient was treated with a systemic antibiotic therapy, whose effects still have to be awaited. Tufted hair folliculitis is a rare folliculitis with irregular areas of scarring alopecia within which numerous hair tufts emerge from dilated openings. Its pathogenesis is not fully understood. Bacterial infections seem to play an important causative role although bacterial infections cannot always be detected. For this reason, antibiotics administered systemically are a promising treatment option.
Die Elastolyse der mittleren Dermis ist eine seltene Erkrankung bislang ungeklärter Ätiologie, die histologisch durch einen umschriebenen Verlust der elastischen Fasern im Bereich der mittleren Dermis gekennzeichnet ist. Klinisch ist die papulöse bis plaqueartige Fältelung der Haut typisch, inflammatorische und nichtentzündliche Formen wurden beschrieben. Berichtet wird über eine 39-jährige Patientin mit ausgedehnter Hautfältelung im Bereich des Stammes und der oberen Extremitäten nach extensiver UV-Lichtexposition unter Darstellung der klinischen und histopathologischen Befunde. Anhand des Fallberichtes werden die Differenzialdiagnosen diskutiert und eine Literaturübersicht gegeben.
Eine 27-jährige Patientin stellte sich mit einer seit 2 Jahren bestehenden, progredienten, therapierefraktären Alopezie vor. Im Bereich des zentralen, parietookzipitalen Kapillitiums zeigte sich ein ca. 12 × 10 cm großes alopezisches, vernarbendes Areal. Histologisch zeigten sich in den oberen Dermisabschnitten mehrere Haarschäfte innerhalb dilatierter Follikel mit umgebenden gemischtzelligen Entzündungszellinfiltraten und Fibrose. Die mikrobiologischen Untersuchungen führten zum Nachweis von Staphylococcus aureus. Aufgrund des Nachweises von Staphylococcus aureus im Abstrich leiteten wir eine systemische antibiotische Therapie ein, deren Wirkung abzuwarten bleibt. Die Büschelhaarfollikulitis bzw. „tufted hair folliculitis” ist eine seltene, pathogenetisch nicht vollständig verstandene Erkrankung, welche durch das Austreten multipler Haarschäfte aus dilatierten Follikelöffnungen charakterisiert wird. Obwohl nicht immer bakterielle Erreger detektiert werden können, scheinen bakterielle Infektionen eine entscheidende Rolle in der Entstehung der Büschelhaarfollikulitis zu spielen, sodass sich der Versuch einer systemischen antibiotischen Therapie bei wenigen Therapiealternativen anbietet.
Desmoplastic fibroblastoma ("collagenous fibroma") is a rare benign, slowly progressive fibrous soft tissue tumor that ranges 1-20 cm in size. The tumor occurs in all ages, predominantly in the upper part of the body. Children are rarely affected. The tumor often infiltrates the subcutis; less often it invades the fascia and skeletal muscle or causes bone erosions. Histologically, the tumor is composed of spindle-shaped cells embedded in a densely collagenous stroma, sometimes forming a pseudo-capsule. Magnetic resonance imaging and computed tomography as well as ultrasonography are used to define the extensions of the tumor. Because it is clinically extremely difficult to determine if soft tissue tumors are benign or malignant, all should be excised with a margin of safety and examined histologically. We report a 22-year old woman with desmoplastic fibroblastoma located on the upper arm. Clinical and histopathological findings and treatment options are discussed.
Mid-dermal elastolysis is a rare dermatosis of still unknown etiology with a characteristic mid-dermal loss of elastic tissue on histopatholoy. Papular and plaque-like wrinkling of the skin as well as inflammatory and non-inflammatory variants have been described. We present a 39-year-old patient with extended skin wrinkling of the trunk and upper extremities after extensive UV light exposure and describe the clinical and histopathological findings. Based on our case, differential diagnoses are discussed and the literature is reviewed.
Das Granuloma fissuratum (Gf) ist ein durch konstanten Druck ausgelöstes schmerzhaftes Granulationsgewebe an den Auflagestellen (Druckstellen) der Brille. Differenzialdiagnostisch müssen weitere granulomatöse Dermatosen wie die kutane Sarkoidose, Mykobakteriosen und Autoimmunerkrankungen abgegrenzt werden. Wichtig ist zudem der Ausschluss eines Basalzellkarzinoms. Die einfachste und effektivste Therapie des Gf ist die Korrektur des Brillengestells, besser das Meiden einer Brille als Sehhilfe. Bei superinfizierten Läsionen empfiehlt sich eine topische antiseptische/antibiotische Therapie. In der Regel heilt das Gf in 1–6 Monaten nach Korrektur der Brille ab. Heilt die Läsion nicht selbstständig ab, wird die vollständige Exzision empfohlen.
Granuloma fissuratum (Gf) is painful granular tissue caused by constant pressure exerted by glasses. The differential diagnosis includes further granulomatous dermatoses such as cutaneous sarcoidosis, mycobacterioses and autoimmune diseases. It is also important to rule out a basal cell carcinoma. The simplest and most effective treatment of Gf is to correct the glasses frame or, even better, to avoid wearing glasses to correct eyesight. Topical antiseptic/antibiotic treatment is recommended for superinfected lesions. The Gf usually heals within 1-6 months after correction of the glasses. If the lesion does not heal on its own, complete excision is recommended.