In dem Beitrag wird die wechselvolle Geschichte von Kontroversen, Krisen und Konjunkturen der qualitativen Forschung in der Psychologie nachgezeichnet. Festzuhalten ist, dass qualitative Forschungsmethodik heute – trotz zwischenzeitlicher Hochphasen – immer noch der Peripherie der Disziplin angehört, und dies selbst dann, wenn die Ausweitung der Nutzung von Mixed Methods mit in Betracht gezogen wird. Aufgezeigt wird aber auch, dass ungeachtet dieser bestehenden Marginalisierung vielfältige methodische Weiterentwicklungen und Bezugnahmen in allen Grund- und Anwendungsfeldern zu finden sind.
Das Interview findet breite Anwendung in vielen Arbeitsfeldern. Es gehört zu den gängigsten Verfahren der qualitativen Sozialforschung und hat auch in der Marktforschung einen hohen Stellenwert.
Bibliographie: Mruck, Katja/Mey, Günter/Muhle, Florian: Wissenschaft als Publikationspraxis. In Eigenregie verlegte Zeitschriften: das Beispiel Forum Qualitative Sozialforschung/Forum: Qualitative Social Research (FQS), Erziehungswissenschaft, 2-2018, S. 43-51. https://doi.org/10.3224/ezw.v29i2.06
By publishing two FQS issues on “Subjectivity and Reflexivity in Qualitative Research”, we address a topic that is central for modern science. On the one hand, there are many demands from philosophy of science and there are numerous methods that aim at eliminating researchers' impact on the research process except in controlled treatments. On the other hand, the insight spread that researchers, in continuously interacting with those being researched, inevitably influence and structure research processes and their outcomes – through their personal and professional characteristics, by leaning on theories and methods available at a special time and place in their (sub-) cultures, disciplines and nations. This is especially (but not exclusively) true for qualitative research, because qualitative methods are less structured than quantitative methods, and qualitative researchers interact for most part very closely with research participants in their respective research fields. 1 We thank Wolff-Michael ROTH for co-editing the special issues and for his help with the translation of this text. ∗ Address all communications to: Katja Mruck, FQS / qualitative-research.net, Free University of Berlin, FB 12, WE 09, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin, Germany; Phone: +49 (0)30 838 55 725; E-mail: mruck@zedat.fu-berlin.de; Franz Breuer, Universität Münster, Psychologisches Institut III, Fliednerstr. 21, 48149 Münster, Germany; Phone: +49 (0)251 833 4160; E-mail: breuerf@uni-muenster.de; URL: http://www.psy.uni-muenster.de/inst3/AEBreuer/startseite. htm. First published: Mruck, Katja & Breuer, Franz (2003, May). Subjectivity and Reflexivity in Qualitative Research – The FQS Issues [30 paragraphs]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research [Online Journal], 4(2). Available at: http://www. qualitative-research.net/fqs-texte/2-03/2-03intro-1-e.htm.
An der internationalen Open-Access-Woche 2016 vom 24.-28. Oktober war der KOBV erstmalig mit einem Online „Publishing Event“ beteiligt. An funf aufeinanderfolgenden Tagen erschien taglich eine Sonderausgabe des KOBV-Newsletters zu ausgewahlten Open-Access-Themen. Die einzelnen Beitrage sind in dieser Sonderedition als Online-Reader zusammengestellt. Der aktuelle Diskussionsstand zum jeweiligen Thema wird von Expertinnen und Experten in kurzen Ubersichtsartikeln vorgestellt und mit Praxistipps erganzt. Zielgruppe sind vor allem Bibliothekare und Bibliothekarinnen, die sich einen schnellen Uberblick zu Open Access verschaffen wollen.
Fur Forschende, Lehrende und Studierende hat das Internet weitreichende Auswirkungen auf die Recherche von Materialien und Texten, das Publikationsverhalten sowie auf die Nutzung und den Austausch von Lehr- und Lernressourcen. Vorhandene, tradierte Urheberrechtsregelungen werden durch neuartige Lizenzmodelle modifiziert oder ersetzt. Die Forderungen nach ‚Open Access‘ und ‚Open Educational Resources‘, die sich in zahlreichen Initiativen, Projekten und Aktivitaten niederschlagen, sind wichtig fur die Gestaltung eines liberalen, offenen Zugangs zu Forschungs- und Bildungsmaterialien. In diesem Beitrag wird zunachst die Open-Access-Bewegung vorgestellt, deren Forderung nach freiem Zugang zu offentlich geforderten Forschungsergebnissen inzwischen als forschungspolitisch etabliert betrachtet werden kann. Parallel zu dieser Bewegung, aber wohl durch sie beeinflusst, bilden sich in den letzten zehn Jahren Projekte und Initiativen, die frei verwendbare Bildungsressourcen fordern und unterstutzen.
The tri-lingual online-journal "Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research" (FQS) is used as an example to illustrate some of the chal- lenges and potentials of electronic publishing in an interna- tional realm: questions of acceptance, multilingualism, re- source management, technical challenges, and sustainability are discussed. The quality of content and language, the con- nection between proven traditions of scientific publishing with innovative attributes of the Internet, and open access to scientific information are considered as important condi- tions in order to increase the international recognition and impact of German research.
Aus wissenschaftstheoretischen und ethnologlsch-mlkrosozlologlschen Untersuchungen von Forschungsarbeit Ist seit geraumer Zelt bekannt, dass methodische Prozeduren – selbst Im Kernbereich der Naturwissenschaft, dem naturwissenschaftlichen Experimentieren Im Labor – in Methodenlehrbüchern nicht erschöpfend beschrieben werden können, dass bei ihrer Verwendung und der Interpretation Ihrer Resultate vielfältige Deutungs-, Aushandlungs- und Interaktionsprozesse eine Rolle spielen. Methoden- und Instrumentenanwendung und -ablesung besitzen spezifische Züge – in Abhängigkeit von Ort, Forschungsgruppe, Denkstil und Personen (Fleck 1980 [1935]; Knorr-Cetlna 1984; Latour & Woolgar 1986; Polanyi 1985 [1966]; Ravetz 1973; vgl. Breuer 1991, S.8iff.). Methodenverwendung kann nur bedingt per Lehrbuch gelernt werden. Wichtig Ist darüber hinaus ein Prozess handwerklicher und kooperativer Elnsoziallsation durch Lehrende, Vorbilder und Mitforschende (Breuer & Schreier 2007,2010). Insofern Ist die Tatsache sozial und personal geprägter Verkuppelung von Forscher/innen-Subjekt und Methode ein grundsätzliches Merkmal wissenschaftlichen Arbeitens.