Despite the implementation of safety-engineered devices (SEDs) in Germany, percutaneous sharps injuries (PSIs) caused by medical devices remain a major occupational risk for healthcare workers. The aim of this study was to analyze the frequency of PSIs and the circumstances of SED-associated PSIs in hospitals, medical practices, and nursing homes. Routine data from a statutory accident insurance provider for 2015-2024 were used to analyze PSI trends (n = 481,575), and survey data from online questionnaires were used to analyze circumstances of PSIs (n = 791). Routine data showed a slight decline (6.1%) in PSIs over the past 10 years across all sectors. Hospitals and medical practices had the highest rates (30.2 and 21.6 PSIs per 1000 full-time equivalents, respectively). The devices most frequently involved were blood collection needles in hospitals and medical practices and insulin pens in nursing homes. Overall, 43.1% of PSIs were related to the improper disposal of used devices. Around 31.1% of PSIs were associated with SEDs. Around 33% of SED-related injuries occurred during disposal. High workload and distraction were the most frequently reported causes of injuries. Regular training should be provided to raise staff awareness of the proper handling and disposal of used devices.
Der Klimawandel führt zu einer zunehmenden Hitzebelastung. In Pflegeeinrichtungen erhöht Hitze das Gesundheitsrisiko sowohl für Bewohner/-innen als auch für Pflegekräfte. Angesichts prognostizierter Hitzewellen und des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen sind Hitzeschutzmaßnahmen unerlässlich. Ziel der vorliegenden Umfrage war es, die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen nach dem TOP-Prinzip (technisch, organisatorisch, personenbezogen) sowie deren praktische Umsetzbarkeit in deutschen Pflegeeinrichtungen zu erheben. Zwischen Oktober 2023 und Mai 2024 wurde eine Online-Umfrage an 1161 deutsche Pflegeeinrichtungen versendet. In die Analyse gingen 98 Antworten ein. 77
Beschäftigte im Rettungsdienst sind häufig psychisch belastenden und potenziell traumatisierenden Situationen ausgesetzt. Mehrere Studien haben die Häufigkeit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Rettungspersonal untersucht. Allerdings fehlen bisher kontrollierte epidemiologische Studien, die das Risiko für eine PTBS bei Rettungspersonal im Vergleich mit nicht regelhaft beruflich belasteten Erwerbspersonen ermitteln. Die vorliegende Pilotstudie möchte zur Füllung dieser Forschungslücke beitragen. In einer Querschnittserhebung wurden 125 Beschäftigte im Rettungsdienst und 103 Verwaltungsbeschäftigte in Dresden und Heilbronn einbezogen. Auf der Grundlage des Screeninginstruments PCL-5/PCL‑C wurde die 1‑Monats-Prävalenz einer PTBS gemäß DSM‑5 sowie DSM-IV ermittelt (mit 95
Die zunehmenden regulatorischen Anforderungen verpflichten Kreditinstitute zu einer systematischen Integration von ESG-Risiken (ESG: Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren) in den Kreditvergabeprozess. Die vorliegende Studie untersucht, in welchem Umfang und mit welchen Methoden Nachhaltigkeitsaspekte in der Kreditvergabe berücksichtigt werden. Grundlage hierfür ist eine Befragung von 187 deutschen Kreditinstituten (Rücklaufquote: 13,4 %). Die Ergebnisse werden in den Bereichen Motivation, allgemeine Methodik und spezifische Methodik ausgewertet. Zudem werden Herausforderungen bei der Berücksichtigung von ESG-Risiken diskutiert.