A life-threatening lower gastrointestinal bleeding is a rare complication due to coloscopic polypectomy. The following case report deals with a severe bleeding that was caused by polypectomy of a villous adenoma in a patient with chronic pancreatitis causing a huge pseudoaneurysm of the splenic artery. After polypectomy a wide iatrogenic communication between the pseudoaneurysm and the colon existed causing massive arterial intraluminal bleeding. Although this was successfully managed by transcatheter arterial embolization via splenic artery, the patient died a few days later caused by disseminated intravasal anticoagulation and multi organ failure.
Die autoimmune Pankreatitis (AIP) wurde 1995 erstmals als eigene Identität definiert. Etwa 2 % aller chronischen Pankreatitiden (Prävalenz 36–41 pro 100.000) haben eine autoimmune Genese, und in 2,4 % der Pankreasresektionen findet sich eine AIP.
Pancreatic tumors are an increasingly common finding in abdominal imaging. Various kinds of pathologies of the pancreas are well known, but it often remains difficult to classify the lesions radiologically in respect of type and grade of malignancy. Magnetic resonance imaging (MRI) is the method of choice for the evaluation of pancreatic pathologies due to its superior soft tissue contrast. In this article we present a selection of less common malignant and potentially malignant pancreatic neoplasms with their characteristic appearance on established MRI sequences with and without contrast enhancement.
We report the imaging findings obtained in a patient with primary acinar cell carcinoma of the liver. This histological tumor entity is usually found within the pancreas. However, ectopic acinar tissue can occur within the liver and rarely develop into a malignant tumor. Only a few cases of primary acinar cell carcinoma of the liver have been described and the imaging characteristics are unknown. We show computed tomography (CT) as well as magnetic resonance imaging (MRI) findings in a young patient that show an imaging signature differing from classic hepatocellular and cholangiocellular carcinoma.
We report the imaging findings obtained in a newborn with severe urinary retention of unknown cause. Ultrasound, which is typically conclusive in this situation, could not reveal the correct diagnosis in this case. Subsequently, the infant underwent a rapid magnetic resonance imaging (MRI) study in search of the cause of the severe urinary retention. MRI quickly provided the diagnosis of an obstructing ureterocele, a congenital malformation, which is frequently found as a cause of urinary retention in newborns and young infants.
Ziele: Evaluation der Genauigkeit der diffusionsgewichteten MR-Bildgebung (DWI) in der Diagnostik von Lymphknotenmetastasen bei Patienten mit extrahepatischen Cholangiokarzinomen. Methode: Bei 24 Patienten (18 m, 6w, mittleres Alter: 65,4a) mit extrahepatischen Cholangiokarzinomen wurde präoperativ eine MR-Untersuchung der Leber durchgeführt (1,5T, Avanto, Siemens). Die diffusionsgewichteten Aufnahmen wurden mit einer single-shot EPI (echo-planar imaging) Sequenz (b-Werte 50, 300 und 600 s/mm2) kombiniert mit Navigator-Echo-Technik (PACE) angefertigt. Mittels DWI wurden die ADC (apparent diffusion coefficient)-Werte der lokoregionären Lymphknoten bestimmt, zudem wurde deren Größe gemessen. Bei allen Patienten wurde in der Folge eine Resektion des Tumors sowie eine Lymphknotendissektion durchgeführt. Die Ergebnisse der Bildgebung wurden mit denen der histopathologischen Aufarbeitung der Dissektionspräparate korreliert. Unter Verwendung des Mann-Whitney U-Tests wurden die ADC-Werte sowie die Durchmesser benigner und maligner Lymphknoten verglichen. Zudem wurde eine ROC (receiver operating characteristic curve)-Analyse durchgeführt. Ergebnis: Der mittlere ADC-Wert (x10exp-3 mm2/s) metastatisch befallener Lymphknoten betrug 1,21 ± 0,15 und war signifikant niedriger als der benigner Lympknoten (1,62 ± 0,33, p<0,001). Hingegen war kein signifikanter Unterschied im Durchmesser maligner (16,8 ± 5,4mm) und benigner Lymphknoten (14,1 ± 4,0mm) zu verzeichnen (p=0,09). Bei Verwendung eines ADC-Wertes ≤1,25×10exp-3 mm2/s wurden 91,4% der Lymphknoten richtig als maligne oder benigne klassifiziert bei einer Sensitivität von 83,3%, einer Spezifität von 92,8%, einem positiven Vorhersagewert von 66,7% und einem negative Vorhersagewert von 96,7%. Die Fläche unter der ROC-Kurve betrug 0,93. Schlussfolgerung: Die DWI stellt bei Patienten mit extrahepatischen Cholangiokarzinomen eine vielversprechende Methode in der Unterscheidung zwischen benignen und malignen lokoregionären Lymphknoten dar.
Hintergrund: Eine seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation der Pankreatitis ist eine spontane Blutung von viszeralen Gefäßen mit oder ohne vorherige Bildung von Pseudoaneurysmen. Das optimale diagnostische und therapeutische Vorgehen ist bisher unklar.
Die Tuberöse Sklerose (TS) ist eine autosomal-dominant vererbte Erkrankung, die durch die Bildung von primär benignen Hamartomen in multiplen Organsystemen charakterisiert ist. Sie stellt die zweithäufigste neurokutane Erkrankung nach der Neurofibromatose Typ I dar, die Inzidenz beträgt ca. 1:8000 Geburten (Baskin J. Pediatr Radiol 2008; 38: 936 – 952). Friedrich von Recklinghausen berichtete 1862 über die Sektion eines kurz nach der Geburt verstorbenen Jungen mit kardialen Rhabdomyomen und sklerotischen Hirnläsionen. 1880 erkannte Désiré Bourneville den Zusammenhang von neurologischen Symptomen mit hart imponierenden zerebralen Raumforderungen und prägte den Begriff Tuberöse Sklerose. 10 Jahre später assoziierte John Pringle die neurologische Symptomatik bei geistig retardierten Patienten mit dem Adenoma sebaceum, sodass die Erkrankung auch als Morbus Bournville-Pringle bezeichnet wird. Die typische klinische Trias (Vogt’sche Trias) aus Epilepsie, mentaler Retardierung und kutanen Angiofibromen tritt nur in 30 – 40 % der Patienten auf, knapp die Hälfte der Patienten weist keine intellektuellen Defizite auf. Aufgrund der hohen phänotypischen Variabilität werden einige Patienten erst im Erwachsenenalter diagnostiziert. Neben den zerebralen und kutanen Manifestationen können das kardiopulmonale System, die parenchymatösen Oberbauchorgane, die Gefäße sowie das Skelett von einem diffusen Hamartombefall betroffen sein.
Often, equivocal pancreatic cystic masses in a patient cannot be clearly identified. We report on a 74-year-old patient who consulted us with size-gaining multi-cystic lesions located at the pancreatic head and tail as well as with an increased CA 19-9 level. By using diagnostic methods as ultrasound, radiological images and innovative endoscopic techniques an intraductal papillary mucinous neoplasm (IPMN) was diagnosed. Evaluation of equivocal cystic lesions requires developing of further strategies as well as integration of new concepts: We present a diagnostic algorithm basedon endoscopy that enables us to perform an adapted therapy by having a more accurate evaluation and the opportunity to gain samples where unclear lesions are given.
Ziele: Ziel der Studie ist die Evaluation der diffusionsgewichteten MR-Bildgebung (DWI), der Gd-EOB-DTPA-verstärkten MRT sowie der Kombination beider Methoden in Detektion und Charakterisierung fokaler Leberläsionen (FLL). Methode: Bei 45 Patienten mit FLL wurde eine MRT-Untersuchung durchgeführt (1,5T). Zunächst erfolgte die DWI (b 50/300/600s/mm2). Anschließend wurde nach i.v.-Applikation von Gd-EOB-DTPA eine T1-gewichtete VIBE (volumetric interpolated breath-hold examination)-Sequenz akquiriert (arterielle, portalvenöse Phase, Hepatozyten-spezifische Phase 10 und 20min p.i.). Drei Datensätze (DWI, Gd-EOB-DTPA, Kombination DWI/Gd-EOB-DTPA) wurden durch zwei Radiologen im Konsens ausgewertet. Die Genauigkeit der Datensätze in Detektion und Charakterisierung FLL wurde mittels Free-response ROC (receiver operating characteristic)-Analyse ermittelt. Die Befunde wurden histologisch gesichert oder mittels MR-Bildgebung im Verlauf bewertet. Ergebnis: Insgesamt wurden 146 FLL (39 Metastasen, 16 HCCs, 40Hämangiome, 31 Zysten, 15 FNHs, 5 Adenome) ausgewertet. In der Detektion FLL war kein signifikanter Unterschied zwischen den Datensätzen zu verzeichnen (Flächen unter den ROC-Kurven: DWI 0.920; Gd-EOB-DTPA 0.909; Kombination 0.928). In der Detektion FLL mit einem Durchmesser ≤10mm zeigte die Kombination beider Methoden (92.8%) eine signifikant höhere Sensitivität als DWI (83.2%, p<0.05) und Gd-EOB-DTPA-verstärkte MRT alleine (82.4%, p<0.01). In der Charakterisierung FLL waren Gd-EOB-DTPA-verstärkte MRT (0.914, p<0.05) und die Kombination beider Methoden (0.923, p<0.01) der alleinigen DWI signifikant überlegen DWI (0.852) (Flächen unter den ROC-Kurven). Schlussfolgerung: Sowohl mittels DWI als auch mittels Gd-EOB-DTPA-verstärkter MRT lassen sich FLL mit hoher Genauigkeit detektieren. Hierbei lässt sich durch Kombination beider Methoden die Sensitivität in der Detektion kleiner FLL (Durchmesser ≤10mm) signifikant steigern. In der Charakterisierung FLL ist die Gd-EOB-DTPA-verstärkte MRT der DWI überlegen.
Wir berichten über den Fall eines 80-jährigen Patienten, der uns mit Bauchschmerzen und blutiger Diarrhoe vorgestellt wurde. Nach multiplen Schlaganfällen war 6 Monate zuvor eine PEG angelegt worden. Koloskopisch ergab sich das Bild einer ischämischen Kolitis. Zu unserer Überraschung zeigte sich 40cm p.a. der PEG-Schlauch, die durch das Sigma fehlplatziert worden war. In einer zweiten Sitzung wurde gastroskopisch die PEG-Halteplatte unter simultaner koloskopischer Kontrolle geborgen. Die gastrokolische und kolokutane Fisteln wurden mit endoskopischen Clips verschlossen. Anschließend wurde nach positiver Diaphanoskopie eine neue PEG mit dem Fadendurchzugsverfahren korrekt angelegt. Der Allgemeinzustand des Patienten besserte sich rasch, so dass er nach 7 Tagen Krankenhausaufenthalt entlassen werden konnte.
BACKGROUND AND OBJECTIVE:Despite numerous publications on the epidemiology of inflammatory bowel diseases (IBD) there is a lack of systematic investigations on live-threatening complications of IBD and their causes. This study evaluates risk factors, course and outcome in intensive-care patients which were related to complications of IBD.PATIENTS AND METHODS:Among 6071 admissions to the intensive-care unit (ICU) of a gastroenterological department (university hospital with IBD-outpatient unit) between 1.1.1991 and 31.1.2008 36 ICU admissions of 28 patients with IBD were documented and prospectively analysed from 1996 onwards, using a structured questionnaire on causes for ICU admission as well as risk factors regarding death, organ failure and length of ICU stay.RESULTS:ICU admissions of IBD patients mainly resulted from three causes: complications specific to IBD (44 %), including acute flare-up, perforation and electrolyte imbalance, septic complications (22 %) and thromboembolic complications (17 %). Five patients died, all from septic complications related to immunosuppression including candida sepsis, varicella pneumonia during treatment with infliximab, and pneumocystis pneumonia related to treatment with azathioprine. The most important risk factors according to uni- and multivariate analyses were old age on ICU-admission and first diagnosis of IBD, previous surgery related to IBD and Crohn's disease.CONCLUSIONS:Complications of both IBD and immunosuppressive therapy may be live-threatening in patients with IBD. Better characterization of patients with a high probability of improved outcome by immunosuppressive and/or antibody-therapy seems to be preferable to noncritical early use of these drugs.
Pancreatic cancer is the 4th-5th leading cause of cancer-related death in the western world. Overall the prognosis of patients with pancreatic cancer is dismal with a 5-year survival rate of less than 5%. At the time of diagnosis about 80% of pancreatic tumors are non-resectable. In most cases biphasic contrast-enhanced multi-slice CT (MSCT) is the imaging modality of choice in the diagnosticsof patients with pancreatic cancer as most questions relevant for the clinician, such as local tumor extent and invasion of peripancreatic vessels, can be answered with a high degree of accuracy. However, in cases with 468 Der Onkologe 6. 2010 equivocal CT findings (e.g. isodense tumor) MR imaging can be applied for the detection of small tumors or for the characterization of cystic lesions. This article provides an overview on typical imaging findings of pancreatic tumors, discusses the radiologic staging of adenocarcinomas of the pancreas and alludes to recent developments in MR imaging such as diffusion-weighted imaging.
Hintergrund und Fragestellung: Patienten und Methodik: Ergebnisse: Folgerungen: Background and objective: Patients and methods: Results: Conclusions:
Das Pankreaskarzinom ist die viert- bis fünfthäufigste krebsbedingte Todesursache in der westlichen Welt. Die Prognose dieser Erkrankung ist weiterhin äußerst schlecht, die Fünfjahresüberlebensrate liegt bei unter 5%. Bei Diagnosestellung sind etwa 80% der Tumoren nicht mehr resektabel. In den meisten Fällen ist die biphasische, kontrastverstärkte Multi-Slice-CT (MSCT) das Verfahren der Wahl in der Diagnostik des Pankreaskarzinoms, da sich die wesentlichen Fragen des Klinikers wie die Ausdehnung des Tumors und die Lagebeziehung zu den peripankreatischen Gefäßen anhand dieser Methode mit hoher Treffsicherheit beantworten lassen. Die MRT wird u.a. bei unklarem CT-Befund (z. B. isodenser Tumor), zum Nachweis kleiner Karzinome oder primär zur Charakterisierung zystischer Läsionen des Pankreas eingesetzt. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die typischen bildgebenden Befunde der wichtigsten Pankreasneoplasien, erklärt das radiologische Staging des Adenokarzinoms und geht kurz auf neue Entwicklungen in der MR-Bildgebung, etwa die diffusionsgewichtete MRT, ein.